Brennnesseln muss ich nicht gießen

Auf meinem Weg zum Testgemüsebeet am Ackerrand in Deckbergen komme ich an Brennnesselbeständen unterschiedlichster Altersgruppen vorbei.

Im Gegensatz zu meinem Kulturgemüse auf dem Beet werden sie nicht von Menschenhand gewässert. Geschweige denn gepflegt. Niemand kümmert sich um sie, ganz im Gegenteil: es wird ihnen nachgestellt bei jeder Gelegenheit und sie strotzen vor Gesundheit.

Man hört ja immer wieder von Menschen, die ihre Lieblingspflanzen durch gutes Zureden zum wachsen bringen. Die Brennnessel wächst überall, gerne und trotz Feindseeligkeit ihr gegenüber!

Die Wasserstelle, die mir die Hundebesitzer empfahlen ist seit einigen Wochen abgeriegelt. 2 1/2 Pferde weiden nun auf der Weide, der Zugang ist mir versperrt (den Hunden nicht ;))

Ich habe mich entschlossen keine vollen Gießkannen mehr zum Beet zu schleppen und nun erwarte ich immer, wenn ich  zum Beet gehe ein Horrorszenario.

Bisher ist es ausgeblieben:

Die letzte Mangoldpflanze krebst immer noch still vor sich hin, die Fläche mit den essbaren Blütenpflanzen blüht und fruchtet ungebremst. Die Tomaten setzen weiter ihre Früchte an (ich teile mit ihnen schwesterlich mein mitgebrachtes kostbares Trinkwasser). Und das dritte Beet wurde ja von Anfang an nicht gewässert. Auf ihm wachsen einige Buschbohnen, einige Feldsalatpflanzen, von denen ich hoffe, dass sie sich aussamen und auch in der Wintersaison frische Blätter anbieten. Und 3, in Worten DREI Möhrensamen sind aufgegeangen 😉

Ich ernte Brenn- Ess-L-Körnchen von den Pflanzen neben meinen Beeten und Blumensamen für´s nächste Jahr und ziehe davon…

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Brenn-Ess-L-Körnchen

Dass die Brennnessel viel zu bieten hat, das wissen inzwischen schon die kleinsten Kindergartenkinder. Zumindest in Hannover!

Morgen beim Honigfest in der Waldimkerei in Reinsdorf, wird hoffentlich auch noch der letzte Unwissende überzeugt. Denn wie könnte etwas was auf einem Honigbrot thront, nicht schmecken?

Die gerösteten Brennnesselsamen bringe ich dafür mit. Die kleinen Kraftbomben enthalten bis zu 30 % fettes Öl (besonders die wertvolle Linolsäure), viel Vitamin E und Carotinoide.

Also bis morgen!

 

Honigfest

am 14. August 2016 von 12 bis 18 Uhr

bei Anna und Max Giehl im alten Forsthaus 21, 31552 Apelern/Reinsdorf

 

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