Essbare Wildpflanzen im Weserbergland

 

 

Morgen, am 08.11.2019 findet von 19 -20.30 Uhr mein Vortrag zum Thema „Essbare Wildpflanzen im Weserbergland“ im Natur.NAH.zentrum an der Schillathöhle in Hessisch Olderdorf (Langenfeld) statt.

Es sind noch Plätze frei!

Näheres erfahrt ihr auf der Veranstaltungsseite des westlichen Weserbergland Touristizentrums.

Hier ist der link:

 

https://www.westliches-weserbergland.de/veranstaltungskalender#/de/pages/default/search/Event/view:gallery/sort:chronological/mode:next_months,3/calView:agendaWeek

 

Pastinakenwiese 13.08.2012 031

Pastinakenwiese im Weserbergland. Solche naturnahen Biotope sind kaum noch zu finden, Zeit für einen Kulturlandschaftswandel

 

Und am Sonntag könnt ihr dann wie gewohnt die Landschaft wieder in der Open Hour der Brennnessellobby schmecken.

Diesmal gibt es:

Linsenbolognese mit wildem Oregano auf  Pasta,

brennnende Steckrüben und

wilde Möhre in Sharonfrüchten

 

Also bis Sonntag um 11 Uhr!

Latte Löwenzahn

 

Der Löwenzahn hat viel zu bieten. Erst recht jetzt im Herbst!

Nicht umsonst wird der Herbst  unter Naturliebhabern auch der kleine Frühling genannt. Die Bedingungen für den Löwenzahn waren in den letzten Wochen optimal. Kälte, viel Regen, zwischendurch Sonne.

Und nun ist er wieder am Blühen.

Ob er nun blüht oder nicht, der Herbst ist in jedem Fall die beste Zeit um die Wurzeln des Löwenzahn zu ernten. Sie werden je nach Geschmack gründlich abgebürstet oder geschält.

Am liebsten mag ich Löwenzahnwurzeln ohne Fett in der Pfanne geröstet und direkt weggeknuspert. Für Sonntag werde ich daraus „Lattelöwenzahnschokolade“ herstellen. Die gehört zu meinen bevorzugten „wilden saisonalen Genießerritualen“ und darauf freue ich mich schon das ganze Jahr!

Außerdem gibt es Brennnesselpuffer und süß-saures Möhrengemüse mit Purpurnesseln.

Also bis Sonntag um 11 Uhr, ich freu mich auf euch!

 

Löwenzahnblüten mit Kiwi

Löwenzahnblüten mit Kiwi. Wer es lieber ohne Bitterstoffe mag, zupft einfach nur die Blütenblätter aus.,

 

 

 

Eichen liefern Nahrung

Unglaublich aber jedes Kind kennt Eicheln.

Und was macht man damit? Basteln! Basteln?

Liebe Kinder und Junggebliebene, am nächsten Sonntag, könnt ihr sogar Eicheln essen. Ja, richtig gelesen, nicht nur Wildschweine können Eicheln essen, auch wir Menschen. Eicheln waren ursprünglich ein wertvolles Nahrungsmittel, für das unsere Vorfahren ein aufwändiges Herstellungsverfahren ausgetüftelt haben, denn einfach so reinbeißen kann man nicht.

Eicheln enthalten unter anderem Bitter- und Gerbstoffe, die das menschliche Verdauungssystem absolut überfordern würden. Ihr Nährwertgehalt ist allerdings so verlockend, dass sich die Vorbereitungen durchaus lohnen. Denn mal abgesehen vom Aufsammeln der Früchte, müssen sie geschält, zerkleinert und tagelang gewässert werden.

Zucker, Eiweiss und Fett sind die Belohnung.

Unserer Lebensmittelindustrie ist kein Aufwand zu groß, um aus gesunden Rohstoffen Junkfood herzustellen, aber aus ungenießbaren Roheicheln bestes Eichelmehl herzustellen, und zu menschlichen Leckereien zu verarbeiten scheint zu riskant zu sein.

So riskant wie vor ein paar Jahren Elektroautos zu bauen?

Wie dem auch sei, einmal im Jahr halte ich an diesem Ritual fest und diesmal könnt ihr probieren!

Es gibt Eichelbratlinge mit Preiselbeerbirnen und Chicoréerohkost.

Bis Sonntag um 11 Uhr, ich freu mich auf euch!

 

 

Eicheln

Eicheln kennt jedes Kind.

Der letzte Rucola aus dem Garten?

In Hannover wächst die tollste Rauke an der B6! Essen kann man sie Dank giftigem Reifenabrieb und Abgaseinlagerung leider nicht.

In meinem Garten hat es Jahre gedauert, diese leckere Pflanze zu etablieren.

Inzwischen hat sich auf dem ehemaligen Spielrasen ein Fleckchen gefunden, in dem sich ein jahreszeitlich wiederkehrender Rhytmus einer Vergesellschaftung aus Rucola, Ringelblume, Winterportulak, Baumspinat und weißem Gänsefuß eingebürgert hat.

Der Jahresrhytmus beginnt im Herbst mit dem Winterportulak und den letzten Ringelblumen. Im Frühling geht es weiter mit dem Austrieb von Brennnessel und der Rucolawildstauden, dazu gesellen sich nach und nach Baumspinat und weißer Gänsefuß, während der einjährige Winterportulak verschwindet.

In diesem Frühling, genauer gesagt, Ende April kamen noch Samen von der Studentenblume hinzu. Ich hab den Samen nicht gerade große Chancen eingeräumt, nachdem ich sie bei meinem Besuch bei Susanne Heine mitbekam, denn gekaufte Tagetespflanzen waren mit traumwandlerischer Sicherheit nach der ersten Nacht ihrer Pflanzung in meinen Garten verschwunden.

Susanne Heine, Autorin des Gartenbuches „peaceful gardening“, war da zuversichtlicher.

Wie sich bald darauf zeigte, behielt sie Recht!

Die Tagetes konnte sich tatsächlich behaupten, sogar auf meinem Testbeet am Ackerrand wuchsen einige Exemplare.

Die Blüten sind zwar, wie die Meisten der Chrysanthemangewächse geschmacklich bei Asiaten beliebt, bei Europäern allerdings nur in homöopatischer Dosierung. Ein optisches Highlight sind sie in jedem Fall.

Und das nicht nur auf dem Teller. Gerade jetzt im Herbst strahlen die Blüten durch den ganzen Garten. Momentan noch begleitet mit den gelb umfärbenden Blättern der Glyzinie. Einfach toll! Danke dir Susanne!

 

Bevor der erste Frost die Rauke im Garten ummäht, werden sie am kommenden Sonntag noch Mal auf die wohl ebenfalls letzten selbst geernteten Tomaten gelegt.

Brennnesseln gibt es dann als Rahmgemüse mit Zwiebeln und Kartoffeln. Und ich buddle mal ein paar Nelkenwurzwurzeln aus, die ich mit frischen Birnen kombiniere.

 

Wir sehen uns Sonntag um 11 Uhr! Bis dann!

 

Tagetes nah

Jede Tagetesblüte ein kleines Kunstwerk!

 

 

Tagetes

Tagetes mit sterbendem Gänsefuß und Brennesseln

 

Rucola,Ringelblume und Tagetes

Natürliches Chaos bereichert die Küche

 

Rucola mit frisch gekeimtem Winterportulak

Rucola mit frisch gekeimtem Winterportulak, Selbstaussaat!

Gartenausschnitt mit Glyzinie und Tagetes im Herbst

Gartenausschnitt mit Glyzinie und Tagetes im Herbst. Aus dem ehemaligen Spielrasen wird auf natürliche Weise langsam eine Kräuterwiese.

Ist Feldsalat ein Unkraut?

 

Wenn man Unkraut so definiert, dass eine Pflanze, die ihren Weg eigenständig in Kulturlandschaften findet, ein Unkraut ist, dann ist es eins!

Unter günstigen Voraussetzungen fangen die Feldsalatsämlinge bereits im September an zu wachsen. Wie der Name schon sagt, taten sie dies ursprünglich auf abgeernteten Feldern, wo sie den ganzen Winter gesammelt wurden.

Heute folgt nach der Ernte sofort die neue Aussaat mit dem genau auf die neue Kulturpflanze abgestimmten Unkrautvernichter. Von Feldsalat keine Spur mehr.

Auf meinem Testbeet am Ackerrand habe ich vor Jahren Feldsalat ausgesät und die einjährige Pflanze kommt seit dem jedes Jahr zuverlässig im Winter wieder zum Vorschein. Dieses Jahr hatte sich sogar eine Pflanze zwischen dem Gras ausgesät.

Schaut doch mal in eurer näheren Umgebung, ob ihr die kleinen Pflänzchen schon entdeckt!

Wenn ja, würde ich mich über eine Info sehr freuen!

Falls nicht, kommt doch Sonntag in der Open Hour der Brennnessellobby vorbei.

 

Es gibt:

Brennnesselchurros

Feldsalathäppchen und

Orangen mit gerösteten Brennnesselsamen und Vanille

 

Bis Sonntag um 11 Uhr!

 

 

Feldsalat im Gras

Man muss schon ganz genau hinschauen um zu erkennen, was da im Gras wächst!

 

Feldsalat im Gras nah

Feldsalat im Gras am Testbeet am Ackerrand in Deckbergen. Unglaublich! Mitten im Gras hatte ich ihn nicht erwartet. Bestimmt lag es daran, dass der Landwirt 2018 zum ersten Mal einen ungespritzen Blühstreifen angelegt hat (anlegen musste?) Die Aufnahme habe ich im April 2019 gemacht. Mal sehen wann und wo er in diesem Winter auftaucht.

Pflanzen, die im Winter wachsen

Es gibt rund ums Jahr Pflanzenwachstum. Auch das möchte ich in meiner sonntäglichen Open Hour in der Brennnessellobby zeigen.

Es wird natürlich schwieriger im Winter draußen etwas Essbares zu finden, aber mit ein bisschen Glück und Dank dem Klimawandel, ist es durchaus möglich.

Einige Pflanzen beginnen jetzt sogar mit dem Wachsen. Die wohlschmeckende Nachtkerze gehört dazu, die Vogelmiere, der Winterportulak, Feldsalat, Wiesenmargerite, Barbarakraut und vieles mehr sorgen für frische Vitamine.

Lasst euch überraschen, was ich diesen Sonntag in die Salatröllchen wickle.

Außerdem gibt es natürlich auch winterliche Früchte, wie die Hagebutte. die am Sonntag den  Winterglockenapfel ergänzen wird.

Und last not least wird uns der heiße Flammkuchen mit Lauchfrischkäsecreme und Brennnesselbutterstreuseln von innen kräftig einheizen.

 

Bis Sonntag um 11 Uhr in der Brennnessellobby!

 

 

Nachtkerze im Brennnessellobbygarten

Nachtkerze im Brennnessellobbygarten. Die Rosette fängt gerade an zu wachsen, ich bin gespannt, wie groß sie noch wird. Die Namen Schinkenwurzel und Rapunzelsellerie lassen erahnen, dass diese Pflanze für unsere Vorfahren keine Zierpflanze war!

 

Sonnenblumen mit Schmutz, bitte!

Ich habe gerade erfahren, dass es für den Floristenbedarf gelungen ist, Sonnenblumen den lästigen Pollen wegzuzüchten, damit sie den „Schmutz“ nicht in der Wohnung verstreuen!

Diese Schmutz streuende Pflanze ist eigentlich sowieso nicht für die Wohnungsdeko gedacht, sondern möchte gerne an sonnigen Tagen mit ihren Pollen und Nektar strotzenden Blüten dem Verlauf der Sonne folgen und dabei von möglichst vielen Insekten besucht werden, für die sie diesen produziert.

Sinn dieser freigiebigen und scheinbar naiven Aktion ist es Samen auszubilden. Diese Samen sichern das natürliche Überleben dieser meist 1 jährigen Pflanzen. Ein schöner Nebeneffekt dabei ist, dass sie mit diesen energiereich ausgestatteten Embryos nicht nur die Embryos selbst, sondern außerdem noch Mensch und Tier damit beglückt in dem sie übermäßige Mengen davon produziert.

Für alle, die sich die Sonnenblumenblüte lieber bei einem schönen Spaziergang anschauen, gibt es diesen Sonntag in der open hour der Brennnessellobby:

Orangenscheiben mit Sonnenblumenkernen,

Kartoffellauchcreme mit Brennnesseln und

Weißkohlhäppchen mit Fetthenne.

Wir sehen uns Sonntag um 11 Uhr, ich freu mich auf euch!

 

Sonnenblumernkerne durch Schmutz

Sonnenblumenkerne durch „Schmutz“, oder besser gesagt: Dank „Schmutz“.