Glück (2)

Während der Jugoslawienkriege Ende des 20. Jahrhunderts erzählte mir eine Flüchtlingsfamilie, wie sie den Winter überlebt hat, indem sie Haselnussblütenkätzchen mit Wasser und Salz kochten.

Jedes Jahr, wenn sich in meinem Garten die Haselnussblütenkätzchen an den Sträuchern zu strecken beginnen, muss ich daran denken, wie viele Kriegsgenerationen sich wohl in unzähligen Kriegswintern von diesen Eiweißhäppchen der Natur ernährt haben.

Was für ein Glück nie persönlich einen Krieg erlebt zu haben!

Lasst uns den Frieden feiern und morgen gemeinsam die ersten Haselkätzchen probieren:

In einem bunten Gemüsetopf, als Dressing im Salatblatt mit Kartoffelcrossies und als Haselnussblütenschokolade!

Bis morgen in der Brennnessellobby …

 

Haselnussblüten 2020 nah

Lebende Eiweißpakete von der Natur und das im Januar!

 

Haselnussblüte2020

Himmlische Blüten mitten im Winter

Glück (1)

Es ist wieder Winter. Die düstere Jahreszeit. Wie in jedem Jahr flutet die Glücksliteratur die Buchläden, das Internet gibt Tipps, kostspielige Glücksseminare werden angeboten und vieles mehr.

Wie schon letzte Woche erwähnt, hat auch die Utopinale, das Filmfestival in Hannover Linden, in diesem Jahr das Thema aufgegriffen. Und ich bin diesmal im Organisationsteam dabei.

Grund genug um mal wieder persönliche Bilanz zu ziehen und mich zu fragen: Bin ich glücklich?

Ja!

Ich bin glücklich!

So lange ich mich erinnern kann, ist meine Grundeinstellung zu den Dingen, die sich im Leben bieten, eher positiv eingestellt. Positiv in dem Sinne, dass ich sie beeinflussen kann. Das erleichtert die Fähigkeit Glück zu empfinden enorm. Ein Chararakterzug von mir erschwert es wiederum:

Ich bin ein kritischer Mensch, vor allem mit mir selbst gehe ich sehr streng ins Gericht und selbst Dinge, die ich als Kind vergeigt habe, belasten mich immer noch. Auch wenn ich mit Freunden darüber spreche und denke, ich habe alles verarbeitet, kommt es immer wieder hoch. Ich kann nichts mehr ändern und für solche Momente brauche ich Ablenkungsstrategien:

Es gibt 1 Million Kleinigkeiten, die mich aus einem Stimmungstief in eine positive Grundeinstellung  katapultieren können: Pflanzen dekorativ in Szene setzen, zu vermehren und zum Blühen bringen, ungeliebte Essensreste in wahre Köstlichkeiten zu verwandeln, einen Spaziergang machen und dabei schöne Landschaftsbilder zu entdecken,  Freunde treffen und neue Freundschaften knüpfen…. Mein absoluter Favorit ist aber immer, Dinge zu entwickeln, die positive gesellschaftliche Veränderungen schaffen könnten! Und dafür Gleichgesinnte zu gewinnen. Das macht mich mega glücklich!

Also, macht mich bitte glücklich: kommt am Sonntag zur Open Hour und testet mit mir meine neuesten kulinarischen Kreationen:

erlebt life : Topinambur als Rohkost

Außerdem gibt´s Pizzaröllchen mit Giersch á la bordelaise und Kakifrüchte mit Brennnesselsamen

Bis morgen!

 

living flowers

Auf dem Weg zur Blütenexplosion: Statt gekauften Blumensträußen beim Sterben zuzusehen, schaue ich lieber zu, wie aus Stecklingen neue Blüten entstehen.

 

 

 

 

Hannovers Reise ins Glück

 

Im Februar 2020 findet zum 7. Mal das Utopinale Filmfestival in Hannover Linden statt.

Diesmal zum Motto „Hannovers Reise ins Glück“ .  Es wird am Samstag dem 22. Februar und am Sonntag dem 23 Februar im Freizeitheim in Linden wie immer Filme, Gespräche und Workshops zum Thema Glück geben.

Die Zeit als ich in Linden gewohnt habe liegt zwar inzwischen 30 Jahre zurück, aber der Kontakt zu meinen Wegbegleitern damals besteht immer noch.

Es macht Spaß eine solche Veranstaltung mitzuorganisieren!

Also: SAVE THE DATE!

„Weil es ein Morgen gibt!“  😉

 

Übermorgen gibt es wieder tolle Dinge zu probieren. Die Rosen blühen immer noch. Mal sehen wie sie zusammen mit Kiwis schmecken. Außerdem wird es höchste Zeit die erste Gartenkresse zu ernten und leckere Blätterteigtaschen liegen auch noch in der Gefriertruhe.

 

Bis Sonntag!

Eure Birgit

Utopinale 2020

Flyer Utopinale 2020

 

DANKE!

 

Unsere zivilisierte Welt ist im Umbruch. Weniger lohnabhängige Arbeit, mehr Gemeinschaftsleben und eine ökologische Lebensweise prägen immer mehr das Leben der Menschen.

Es ist schön, diese Entwicklung mitzuerleben!

Vor allem ist es wundervoll und erfüllend für mich, aktiver Teil der vielen Akteure dieses Wandels zu sein.

Immer mehr Menschen verstehen die Zusammenhänge des Lebens und den Wert des nachhaltigen Denkens.

Ich danke allen, die mich in 2019 bei meiner Arbeit unterstützt haben und sei es nur durch das Wagnis der Verkostung meiner zum Teil seeehr experimentellen sonntäglichen Probierhäppchen 🙂

Ich wünsche euch allen ein innovatives Jahr 2020!

Bleibt gesund und beweglich, vor allem im Kopf …

 

Morgen könnt ihr Kartoffelsalat mit Linsenbuletten, Snacktomaten und blaue Äpfel probieren.

Also bis morgen um 11 Uhr in der Brennnessellobby!

 

Prost 2020

Bald fliegen wieder die Champagnerkorken. Ich wünsche euch ein erfolgreiches 2020 und DANKE für 2019!

 

Forelle im Spiegel

Ist euch schon mal aufgefallen, dass man auf Pflanzenfotos in Zeitschriften, im Internet und ähnlichem  von Pflanzen nie die Rückseiten sieht und auf der eigenen Fensterbank immer?

Meine Strauchbegonie „Forelle“ habe ich mir wegen der schönen weißen unregelmäßigen Kleckse auf der Blattoberseite ausgesucht. Die purpurfarbene Unterseite spielte bei der Wahl keine Rolle, auch wenn sie farblich gut zum Schokoklee passte und natürlich auch miteinbezogen wurde.

Nun lebt sie seit einem halben Jahr bei mir und das Einzige was ich von ihr sehe sind die tiefroten Blätter. Ihr eigentliches Markenzeichen schaut aus dem Fenster und ich sehe es nur gelegentlich, wenn die Sonne scheint und ihr Spiegelbild auf der Scheibe erscheint.

Also Augen auf beim Pflanzenkauf: seht euch besser erst mal die Blatt-und Blütenrückseiten an, bevor ihr sie euch ins Fenster stellt.

 

Übermorgen ist schon der 4. Advent und es wird ein letztes Mal weihnachtlich am Sonntag in der Brennnessellobby.

Mit Brennnesselpastetchen, wildgekräutertem Rotkohl und weihnachtlich gewürzten Orangenfilets erwarte ich euch, wie immer um 11 Uhr.

Forelle im Spiegel

Forelle im Spiegel, die Strauchbegonie „Forelle“ hat eine schöne Blattunterseite, aber die eigentliche gepunktete Seite sieht man nur vom Garten aus, oder bei Sonnenschein gespiegelt im Fenster.

Bis dann!

Chili in Not

Der Dezember ist für Zimmergärtner der schlimmste Monat. Es ist der Monat des Lichtmangels.

Viele Zimmerpflanzen stellen das Wachstum ein. Überwinternde Exoten schwächeln und locken dadurch Schädlinge an. Auch ich kämpfe gerade. Eine mehrjährige Chilipflanze muss 1 mal pro Woche von Blattläusen befreit werden. Aber diesmal halte ich durch!

Ich werde sie nicht rausschmeißen und dem Frost überlassen. Ich bin es leid jedes Jahr im Januar wieder bei Null anzufangen und Chilies aus Samen heranzuziehen, die, wenn man Glück hat, Ende des Sommers ein paar Früchte angesetzt haben.

Ich habe 3 Versuchspflanzen am Start: Eine steht schon seit September im warmen Wohnzimmer, eine steht seit September im kühlen Schlafzimmer und eine steht seit Dezember im kühlen Schlafzimmer. Beide Zimmer haben große Südfenster, zusätzliche Beleuchtung ist nicht vorgesehen.

Erstaunlicher Weise sieht die fast kahle Pflanze, die die ersten Fröste draußen überstehen musste, am Gesündesten aus.

Ich bin gespannt!

 

Morgen gibt es in der Open Hour der Brennnessellobby französische Zwiebelsuppe mit überbackenem Brennnesselbutterbaguette, Tomaten mit Gierschsalz und „himmlische“ Brennnesseltrüffel.

Ich freu mich schon drauf!

Also bis Morgen um 11 Uhr

mehrjährige Chilipflanze im weihnachtlichen Zimmer

Mehrjährige Chilipflanze im weihnachtlichen Zimmer, Das bäumchenartige Gewächs am Fenster bekommt zwar keinen Schönheitspreis, aber wenn die Überwinterung gelingt, wird sie aufgenommen in die Crew meines nachhaltigen Zimmergartens!

Klimaneutrale Plätzchenalternative

 

Weihnachtszeit, Plätzchenzeit! Kekse backen macht Spass, verschafft uns einen Zeitvertreib und versüßt die Winterzeit. Wer liebt sie nicht! Ein schlechtes Gewissen kommt allerdings spätestens Neujahr.

Vor ein paar Jahren habe ich eine gesunde und energiesparende Alternative entdeckt: Ob Ananas, Kaki oder Kiwi, meist liegt das frische Obst viel zu lange bei mir herum. Also was tun?

Die tiefen Heizkörper in meinem Haus eignen sich perfekt um darauf Obst zu trocknen, einfach ein Stück Backpapier drauf legen und die dünn geschnittenen Früchte darauf verteilen. Ein bis zwei Tage später hat man  das beste Trockenobst der Welt.

Ohne Dörrautomat oder Ofen! Einfach mit der Energie, die sowieso zum Heizen verwendet wird.

Ich liebe solche mehrfach Nutzungen und gesünder als Weihnachtskekse ist so ein Snack allemal. Und haltbarer auch. Einfach in ein sauberes (Marmeladen)glas füllen. Guten Appetit!

Probieren könnt ihr es morgen zur Open Hour in der Brennnessellobby!

Das Probierhäppchenangebot morgen:

Brennnessellasagne

gefüllte Champignonköpfe mit Gierschcreme und natürlich wie schon erwähnt

süßes, selbstgemachtes Winterfutter.

Bis Morgen um 11 Uhr!

 

getrocknete Kaki

getrocknete Kaki. Von der Heizung direkt ins Glas. eine klimaneutrale Weihnachtsplätzchenalternative.