Klimaneutrale Plätzchenalternative

 

Weihnachtszeit, Plätzchenzeit! Kekse backen macht Spass, verschafft uns einen Zeitvertreib und versüßt die Winterzeit. Wer liebt sie nicht! Ein schlechtes Gewissen kommt allerdings spätestens Neujahr.

Vor ein paar Jahren habe ich eine gesunde und energiesparende Alternative entdeckt: Ob Ananas, Kaki oder Kiwi, meist liegt das frische Obst viel zu lange bei mir herum. Also was tun?

Die tiefen Heizkörper in meinem Haus eignen sich perfekt um darauf Obst zu trocknen, einfach ein Stück Backpapier drauf legen und die dünn geschnittenen Früchte darauf verteilen. Ein bis zwei Tage später hat man  das beste Trockenobst der Welt.

Ohne Dörrautomat oder Ofen! Einfach mit der Energie, die sowieso zum Heizen verwendet wird.

Ich liebe solche mehrfach Nutzungen und gesünder als Weihnachtskekse ist so ein Snack allemal. Und haltbarer auch. Einfach in ein sauberes (Marmeladen)glas füllen. Guten Appetit!

Probieren könnt ihr es morgen zur Open Hour in der Brennnessellobby!

Das Probierhäppchenangebot morgen:

Brennnessellasagne

gefüllte Champignonköpfe mit Gierschcreme und natürlich wie schon erwähnt

süßes, selbstgemachtes Winterfutter.

Bis Morgen um 11 Uhr!

 

getrocknete Kaki

getrocknete Kaki. Von der Heizung direkt ins Glas. eine klimaneutrale Weihnachtsplätzchenalternative.

 

Schokokosmee und Schokoklee

 

Essbar oder nicht? Diese Frage ist oft eine Herausforderung.

Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass die Blüten der Schokoladenkosmee nicht essbar sind. Irgendwann hatte ich mal gelesen oder gehört, dass die Blüten zwar nach Kakao duften, aber nicht essbar sind. Um so schadenfroher war mein Grinsen, als ein Fernsehgärtner beim Verzehr der Blüte so einige Schluckbeschwerden hatte.

Nun wollte ich gerade dazu was schreiben. Nur zur Sicherheit habe ich noch mal im Netz recherchiert und siehe da: Kosmeen sind essbar!

Wir sind umgeben von Nahrungsmitteln, aber die wenigsten haben noch das nötige Wissen darüber, einschließlich mir selbst, wie ihr seht.

Wie kann es sein, dass das Wissen zu einem unserer wichtigsten körperlichen Grundbedürfnisse offiziell nicht zur Allgemeinbildung gehört? Sollte es nicht in Schule und Kindergarten vermittelt werden? Sollte nicht für jeden eine Auflistung auf der Homepage des Bundesministeriums für Ernährung einsehbar sein? Oder das Bundesinstitut für Risikobewertung über die Gefahren, wie beispielsweise des übermäßigen Verzehrs von Scharbockskraut informieren?

So, nach diesem Ausflug in die Welt des Wünschenswerten, zu dem was ich eigentlich erzählen wollte:

Schokokosmee und Schokoklee schmecken trotz ihres Namens nicht wirklich nach Schokolade. Auch wenn die Blüte der Schokokosmee wirklich nach Kakao duftet und auch oft eine Schokoladenfarbe hat, ist der Geschmack eher enttäuschend, wie ich euch jetzt versichern kann 🙂 . Der Schokoklee hat schöne schokoladenfarbene Blätter, die, anstelle von Schokolade, nach Sauerampfer schmecken, genauso wie die gelben Blüten, das aber wirklich sehr lecker!

Beide haben allerdings gemeinsam, dass sie bis in die Adventszeit hinein blühen, was das Herz und die Stimmung enorm belebt!

Und das natürlich auch auf den Probierhäppchen am Sonntag:

Es gibt am ersten Adventssonntag Flammkuchen mit Lauchcreme und Brennnesselstreuseln aus meiner Tiefkühltruhe direkt in den Ofen, denn die Brennnesseln draußen sind zur Zeit nur noch für´s Basteln geeignet, doch dazu nächste Woche mehr.

Außerdem könnt ihr euch auf rote Beete mit Schokoklee und Äpfel mit Zimt und Nelkenwurz freuen.

Also dann bis übermorgen, ich freu mich auf euch!

 

Schokokosmee und Schokoklee, nah

Schokokosmee, Goldtaler und Schokoladenklee in meinem Garten, ein Hauch von Sommer bis in den Winter hinein.

Supermarktaktion am Nikolaustag

 

Ich liebe Supermärkte.

Sie tun jetzt sogar was für die Umwelt! Sie sagen:

Wir sparen Plastikmüll für Sie:

  • Sie können jetzt wiederverwendbare Säckchen kaufen, und wir sparen uns das Nachdenken über andere Lösungen und machen zusätzliche Gewinne! 
  • Sie können jetzt stabile Einkaufstaschen kaufen oder Taschen aus Stoff. Und wir bekommen jetzt noch mehr Geld dafür, dass ihr Werbung für uns lauft.
  • Wir lassen den Deckel auf den 500 g Joghurtbechern weg, wenn Sie den verbleibenden Rest schneller wegschmeißen müssen, kaufen Sie schneller wieder ein! Noch mehr Profit!

 

Plastik sparen? Find ich gut! Aber ist euch schon mal aufgefallen, dass Orangen, Kartoffeln, Zwiebeln und Co. immer noch in Säcke verpackt werden, die man aufschneiden muss? Und Salat und Co. in  Plastik eingeschweißt? Und Süßigkeiten?

Wo sind die wiederverwendbaren Verpackungen da? Wo sind die wiederverwendbaren Lösungen ohne Werbelogo?

Ausgerechnet die hauchdünnen Tütchen, die man noch dazu mehrfach verwenden kann, sollen schlecht sein?

Stabile Einkaufstaschen die man kaufen kann, ja! Aber mit Werbung drauf?

So ein Zusatzplastikdeckel auf dem Joghurt könnte ja optional sein, wer den 500 g Becher Joghurt nicht in einem Rutsch verbraucht, nimmt sich einen Deckel und derjenige, der der keinen braucht zahlt weniger an der Kasse?

Anreize schaffen zum Plastikmüll sparen, und nicht den finanziell bestrafen, der umweltverträglich einkaufen möchte.

Wo sind die Anreize für die Kunden?

Es gäbe tausende von Möglichkeiten, aber die Unternehmen suchen nach wie vor hauptsächlich nach Lösungen, die sie selbst reicher machen.

Doch wo sind die Anreize für die Unternehmen?

Bisher ist der einzige Anreiz, die Kunden zu behalten.

Wir könnten am Nikolaustag ein Zeichen setzen und den Einkauf boykottieren. Dann müssten aber alle mitmachen! Oder den Supermarktgeschäftsführern Ruten übergeben? Oder sie mit wiederverwendbaren Verpackungen überhäufen? Und Bumerangbags nähen! Oder….

Also mir persönlich gefällt der Gedanke, Flaschen und Gläser zukünftig nicht mehr in den Glascontainer zu bringen, sondern gespült in den Supermarkt 🙂

Wie dem auch sei, es sind noch 2 Wochen Zeit. Vielleicht fällt uns ja gemeinsam was Schönes ein! Hinterlasst bitte in den Kommentaren eure Ideen!

 

Sonntag um 11 Uhr gibt es in der Brennnessellobby auf jeden Fall wie jeden Sonntag wieder etwas garantiert Unverpacktes, das ihr nur im Magen mitnehmen könnt:

Warme Baguettes mit Brennnesselbutter, Meerrettichsteckrübenhäppchen und Lavendelclementinen.

Bis dann!

 

Nikolausrute

Nikolausrute für Supermärkte? Was tun für weniger Verpackungsmüll?

 

 

Moosalarm

Jedes Jahr im Herbst kriecht ein Moosteppich durch meinen Vorgarten. Fast 30 Jahre lang habe ich versucht ihn zu bekämpfen.

Mal mit Hochdruckreiniger, mal mit Bürste und Muskelkraft ging es dem Moos an den Kragen. Das Ergebnis war immer dassselbe: nach ein paar Monaten sah alles wieder wie vorher aus!

Jeder der mal in seiner Freizeit zum Orientierungslauf in der Natur unterwegs war, hat gelernt, wie man anhand des Moosbewuchses an Bäumen die Himmelsrichtungen herausfinden kann.

Und nun ratet mal, wo sich mein Hauseingang befindet? Genau!

Mindestens einmal im Jahr klingelt es an der Tür und jemand bietet mir einen Reinigungsservice an.

Also musste ich mir endlich etwas einfallen lassen, das deutlich macht: Das Moos gehört hierher und ist gewollt! Denn eigentlich liebe ich diese niedlichen kleinen grünen Polster!

Seit Jahren versuche ich nun schon es an ungewöhnlichen Stellen wachsen zu lassen. Mal werfen es die Amseln mit Schwung durch den Garten, mal holen es sich Meise und Co. dankbar als Kuschelmaterial.

Aber ihr kennt mich ja, so schnell gebe ich nicht auf!

Diesen Herbst starte ich gleich mit 4 Moosdekoideen durch. Ihr könnt die Entwicklung gleich hautnah miterleben, wenn ihr zur Open Hour in meinem Brennnessellobbygarten kommt.

Also schaut euch um!

 

Zum Probieren gibt es am Sonntag:

Brennnesselmuffins, Weißkohlhappen mit Brennnesselreis und Gundermann und Äpfel mit Rosenblütenblättern.

Also bis Sonntag um 11 Uhr! Ich freu mich auf euch!

 

Moosmatte Versuch 1

Moosmatte Versuch 1

Moosexperiment Versuch 2

Moosexperiment November 2019

Moosexperiment Versuch 3

Moosexperiment Versuch 3,

 

Schokoklee mit Moosverkleidung

Schokoklee mit Moosverkleidung

Moosverkleidung

Moosverkleidung von Nord-Westen gesehen

 

 

 

 

Essbare Wildpflanzen im Weserbergland

 

 

Morgen, am 08.11.2019 findet von 19 -20.30 Uhr mein Vortrag zum Thema „Essbare Wildpflanzen im Weserbergland“ im Natur.NAH.zentrum an der Schillathöhle in Hessisch Olderdorf (Langenfeld) statt.

Es sind noch Plätze frei!

Näheres erfahrt ihr auf der Veranstaltungsseite des westlichen Weserbergland Touristizentrums.

Hier ist der link:

 

https://www.westliches-weserbergland.de/veranstaltungskalender#/de/pages/default/search/Event/view:gallery/sort:chronological/mode:next_months,3/calView:agendaWeek

 

Pastinakenwiese 13.08.2012 031

Pastinakenwiese im Weserbergland. Solche naturnahen Biotope sind kaum noch zu finden, Zeit für einen Kulturlandschaftswandel

 

Und am Sonntag könnt ihr dann wie gewohnt die Landschaft wieder in der Open Hour der Brennnessellobby schmecken.

Diesmal gibt es:

Linsenbolognese mit wildem Oregano auf  Pasta,

brennnende Steckrüben und

wilde Möhre in Sharonfrüchten

 

Also bis Sonntag um 11 Uhr!

Latte Löwenzahn

 

Der Löwenzahn hat viel zu bieten. Erst recht jetzt im Herbst!

Nicht umsonst wird der Herbst  unter Naturliebhabern auch der kleine Frühling genannt. Die Bedingungen für den Löwenzahn waren in den letzten Wochen optimal. Kälte, viel Regen, zwischendurch Sonne.

Und nun ist er wieder am Blühen.

Ob er nun blüht oder nicht, der Herbst ist in jedem Fall die beste Zeit um die Wurzeln des Löwenzahn zu ernten. Sie werden je nach Geschmack gründlich abgebürstet oder geschält.

Am liebsten mag ich Löwenzahnwurzeln ohne Fett in der Pfanne geröstet und direkt weggeknuspert. Für Sonntag werde ich daraus „Lattelöwenzahnschokolade“ herstellen. Die gehört zu meinen bevorzugten „wilden saisonalen Genießerritualen“ und darauf freue ich mich schon das ganze Jahr!

Außerdem gibt es Brennnesselpuffer und süß-saures Möhrengemüse mit Purpurnesseln.

Also bis Sonntag um 11 Uhr, ich freu mich auf euch!

 

Löwenzahnblüten mit Kiwi

Löwenzahnblüten mit Kiwi. Wer es lieber ohne Bitterstoffe mag, zupft einfach nur die Blütenblätter aus.,

 

 

 

Eichen liefern Nahrung

Unglaublich aber jedes Kind kennt Eicheln.

Und was macht man damit? Basteln! Basteln?

Liebe Kinder und Junggebliebene, am nächsten Sonntag, könnt ihr sogar Eicheln essen. Ja, richtig gelesen, nicht nur Wildschweine können Eicheln essen, auch wir Menschen. Eicheln waren ursprünglich ein wertvolles Nahrungsmittel, für das unsere Vorfahren ein aufwändiges Herstellungsverfahren ausgetüftelt haben, denn einfach so reinbeißen kann man nicht.

Eicheln enthalten unter anderem Bitter- und Gerbstoffe, die das menschliche Verdauungssystem absolut überfordern würden. Ihr Nährwertgehalt ist allerdings so verlockend, dass sich die Vorbereitungen durchaus lohnen. Denn mal abgesehen vom Aufsammeln der Früchte, müssen sie geschält, zerkleinert und tagelang gewässert werden.

Zucker, Eiweiss und Fett sind die Belohnung.

Unserer Lebensmittelindustrie ist kein Aufwand zu groß, um aus gesunden Rohstoffen Junkfood herzustellen, aber aus ungenießbaren Roheicheln bestes Eichelmehl herzustellen, und zu menschlichen Leckereien zu verarbeiten scheint zu riskant zu sein.

So riskant wie vor ein paar Jahren Elektroautos zu bauen?

Wie dem auch sei, einmal im Jahr halte ich an diesem Ritual fest und diesmal könnt ihr probieren!

Es gibt Eichelbratlinge mit Preiselbeerbirnen und Chicoréerohkost.

Bis Sonntag um 11 Uhr, ich freu mich auf euch!

 

 

Eicheln

Eicheln kennt jedes Kind.