Infostand beim Schaumburger Klimafestival

Am Samstag dem 15.6.2019 richtet die Schaumburger Bürgerenergiewende ihr erstes Klimafestival aus. Ich bin mit einem Brennnessellobby-Infostand dabei und habe unter anderem auch vegane und vegetarische Probierhappen mit Brennnesseln dabei.

Eine kleine Vorführung meiner coolen „Brennhild“ ist auch geplant. Einmal mixen und dabei gleich 3 und mehr Gerichte zaubern und das mit der variantenreichsten regionalen Klimaschutzressouce die wir haben: Der Brennnessel!

Reichlich Brennnesselnachschub befindet sich vor Ort, für Vorführungen und Verpflegung  😉

Vielen Dank für die Einladung, ich freue mich sehr dabei sein zu dürfen und wünsche der Veranstaltung viel Erfolg!

 

https://www.buergerenergiewende-schaumburg.de/veranstaltungen/9/1984475/2019/06/15/erstes-schaumburger-klimafestival.html

 

So ähnlich wird das dann aussehen. Kommt und staunt!

Giersch

Mit der Blütezeit des Giersch beginnt in meinem Garten nun wieder die Haupterntezeit für diese Pflanze. Denn nun schmecken die Blätter intensiv petersilienartig und liefern Material für mein geliebtes Knoblauch-Giersch-Salz und vieles mehr.

Die Stängel haben inzwischen ihr Sellerie-Möhren-Aroma ausgebildet und die essbaren Blüten liefern süße, dekorative Toppings auf den passenden Gerichten.

Morgen könnt ihr wie immer am Sonntag um 11 Uhr in der Brennnessellobby verschiedene Kostproben genießen und Gierschblätter sind natürlich auch dabei.

 

Es gibt knusprige Brennies mit würziger Salza und Gierschhummus.

Aprikosen mit Holunder-Limettencreme sorgen für einen süßen Abschluss!

 

Also dann bis morgen!

 

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Giersch, Brennnessel und Zitronenmelisse wachsen gerne zusammen

„So ein Gerupf wolln wir hier nicht!“ Von einer sterbenden Friedhofskultur und den Möglichkeiten für die Zukunft

 

 

Ich stehe mal wieder fassungslos vor dem Müllcontainer am Seetorfriedhof in Rinteln und kann es nicht fassen, da liegen Sommerblumen, vollkommen intakt, der einzige Markel: einige ihrer Blüten sind verblüht!

Wenige Tage vorher haben sie noch im Laden gestanden, Voll erblühte Schönheiten monatelang gepäppelt im Gewächshaus, nur für diesen einen Moment in dem sie verführerisch signalisieren: nimm mich mit, ich bin jeden Cent wert!

Einige von ihnen sind winterharte Stauden, Polsternelken sind gerade im Trend, andere sind sogenannte Sommerblüher, meist exotische Schönheiten, die von Mai bis Oktober ihren unwiderstehlichen Blütencharme spielen lassen.

Und nun am 31. Mai, ein, vielleicht zwei Wochen nach dem Kauf, liegen sie hier im Kompostmüll, vereint mit Veilchen, Primeln, und anderen Frühblühern, die jetzt ebenfalls Platz machen müssen für etwas Schöneres, etwas Neues.

Ich setze meinen Spaziergang über den Friedhof fort. Ich habe das schon als Kind geliebt, diese eigenartige Stimmung auf Friedhöfen.

Damals mit meinem Opa in Hildesheim. Diese Mischung aus antiken Grabmalen, teils sehr berührenden, imposanten, weißen Bauten, mit großen Statuen davor, und den liebevoll gepflegten  Blumenbeeten. Überall lag dieser Duft nach Kiefern und Blüten, die Vögel tirilierten und alle Menschen grüßten sich freundlich, auch wenn sie sich nicht kannten.

Das hat mich geprägt. Dann später die Mütter von Freundinnen, die verzweifelt feststellten, dass sie ja auch noch zum Friedhof fahren müssen, um Blumen zu gießen, oder Unkraut zu jäten. Und die Einstellung meiner Eltern, die Friedhöfe, zumindest für sie selbst, für überflüssig hielten. Einfach die Asche irgendwo verstreuen, wir sind doch sowieso alle nur Sternenstaub. Wichtig ist das hier und jetzt und die Erinnerung an eine Person im Herzen.

Ja, so sehe ich das auch, die Erinnerung an eine geliebte Person hat man im Herzen. Man kann sie immer bei sich haben.

Die Gedanken sind frei!

Man muss nicht auf den Friedhof gehen, um zu zeigen, dass man einen Menschen geliebt hat. Wie wichtig man ihn fand wird sich Außenstehenden nie erschließen.

Und trotzdem.

Da ist etwas in diesem Totenkult der Menschen, was wichtig ist. Egal ob es die Mumien in den Pyramiden sind oder aufeinandergestapelte Steine auf einer Grabstelle, es macht etwas in uns!

Und das gilt es neu zu denken.

Mir gefällt die Idee, die  in Hannover immer mehr Anhänger findet, statt Kränze auf das Grab zu legen, an den Straßenrändern Zwiebelblumen zu pflanzen. Ein bunter Blumengruß, der sagt, dass die Toten irgendwie noch bei uns sind und sei es nur in der Erinnerung.

Das sie wieder Bestandteil der Natur sind, aus der wir alle kommen und in die wir auch alle wieder gehen.

Dann die Fried- oder Ruhewälder, das pressen von Diamanten und und und. Individuell betrachtet ergeben viele Dinge einen Sinn.

Aber die derzeitige Diskussion, die Friedhöfe abzuschaffen, finde ich schade.

Wenn ich zum Beispiel in Deckbergen, meinem derzeitigen Wohnort, über den kleinen Friedhof gehe, sagen mir die meisten Namen auf den Grabstellen wenig. Und doch ist der ein oder andere Name dabei, der mich sehr berührt.

Und diesen Menschen möchte ich danken, aber nicht mit sinnlosem Wechselflor. Es sollte etwas Besonderes sein. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass man die Bepflanzung auf einen besonderen Höhepunkt des Toten ausrichtet, auf den Geburtstag, auf ein besonderes Ereignis, das ihn oder Sie mit Deckbergen oder mit Verwandten, oder Freunden verbunden hat. Dann sollte sein Grab von weitem erkennbar sein. Dann sollten Blüten über dem Grab tanzen, für alle Menschen die den Friedhof besuchen.

Denn einen Besuch ist jeder Friedhof wert, auch so ein kleiner wie hier in Deckbergen. Mich als Naturliebhaberin zieht er magisch an, weil sich jedes Jahr im Winter so viele Hornveilchen auf den Schotterflächen und in den Gehwegritzen ansiedeln. Und im Juni erscheinen bodendeckende Sommerblumen wie Husarenknöpfchen und Männertreu. Nirgends in Deckbergen gibt es so eine vielfältige und buntleuchtende Insektentankstelle wie auf diesem Friedhof.

Leider fällt alles was von selbst dort blühen möchte, irgendwann den pflegenden Händen zum Opfer.

Im Falle von meterhohen Diesteln und Königskerzen kann ich das an bestimmten Stellen natürlich nachvollziehen, aber warum muss man immer eine Einheitslösung finden? Muss überall Raseneinheitsgrün und gepflasterte Flächen dominieren?

Bei einem Vorortgespräch mit dem Kirchenvorstand sagte eine Dame: „So ein Gerupf wolln wir hier nicht!“

Immerhin ließ der Kirchenvorstand zu, dass wir das seit einem Jahr verwahrloste Beet neben der Kapelle mit so einem „Gerupf“ bepflanzen durften. Nach einer Ankündigung der Idee beim Gemeindenachmittag und in der Zeitung fanden sich auch einige Helfer. Gemeinsam retteten wir Blütenpflanzen aus dem benachbarten Komposthaufen.

Nun ist dieses Beet ein weiteres Highlight auf meiner Deckberger Spaziergangsrunde, die ich ab und zu drehe. Verblühte Blüten abzupfen und bei Trockenheit gießen, gestorbene Pflanzen durch neue Schönheiten vom Kompostmüll ergänzen. Das ist nun eine neue, befriedigende Aufgabe, die ich gerne erledige.

Ein paar DeckbergerInnen habe ich schon angesteckt. Vielleicht ist das ja der Beginn von einer neuen Friedhofskultur?

 

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Stiefmütterchen und Veilchensämlinge zwischen den Grabstellen auf dem Friedhof in Deckbergen

 

 

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Diese Pflanzen und Pflanzschale fand ich in unterschiedlichen Abfallbehältern am Friedhof in Rinteln. Mit viel Energie erzeugt und nach wenigen Tagen weggeworfen, nur weil sie mal kurz die Köpfe hängen lassen oder Verblühtes herausgeschnitten werden muss.

Leckere Schnittlauchblüten

Wer die Blütenansätze des Schnittlauches nicht rechtzeitig herausschneidet, kann weniger ernten, so und ähnlich heißt es in den Gartenbüchern.

Ich sage: wer sie herausschneidet verpasst das Beste!

Schnittlauchblüten sind nicht nur ein schöner Schmuck im Garten und eine tolle Insektentankstelle, sie bereichern auch eine Vielzahl an Snacks mit ihren sehr fein nach Zwiebel schmeckenden Sternchen und pink leuchtenden Farben.

In den nicht geernteten Blüten entwickeln sich schnell die Samen, die man zur Vermehrung oder als essbare Keimsprossen für die Winterküche verwenden kann.

Nach der Samenernte treibt die Pflanze wieder neu durch und liefert wieder das begehrte Grünzeug.

Morgen werden die Blüten den Brennnesseldip auf den Backkartoffeln schmücken und können probiert werden.

Außerdem gibt es wildgekräuterte Tomaten und

Nektarinen mit Wildrosenblütenblättern

Also bis morgen um 11 Uhr in der Brennnessellobby!

 

 

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Lust auf ein Gurkenhäppchen?

 

 

 

Gundermann

Es ist schon fast magisch, was bei mir im Garten auf der ehemaligen Rasenfläche passiert. Obwohl überall in den Gartenmagazinen vor wuchernden Pflanzen, wie z. B. Pfefferminze, Giersch, Schafgabe und Co. gewarnt wird, kann ich sie nur ausdrücklich für die freiwachsende Blumenwiese empfehlen.

Immer wieder entstehen neue, optisch reizvolle Pflanzengesellschaften, wie sie Gartenarchitekten nicht schöner hätten planen können. Beispielsweise haben sich in diesem Jahr in einer Wiesenecke die von mir gepflanzte rotstielige Pfefferminze mit dem wilden Baldrian und dem Gundermann zusammengefunden. Ein sehr stimmiges Ensemble.

 

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Die rotstielige Pfefferminze, der rotüberhauchte wilde Gundermann und die roten Stängel des wilden Baldrian passen perfekt zusammen. Die Natur als Gartenarchitekt!

Etwas fast gespenstisches habe ich mit meinen Jakobsleitern erlebt: In der regionalen Staudengärtnerei habe ich 3 voll erblühte Pflanzen gekauft und in die Wiese eingesetzt. Alle 3 blau blühend! Nur eine ist übrig geblieben und hat sich schon etwas ausgebreitet. Weiß blühend! Der Witz ist, dass die weißen Blüten zugegebenermaßen eigentlich besser vor die dunkle Eibe passen. Wer auch immer da die Hände im Spiel hatte, ich danke ganz herzlich 😉

Morgen gibt es in der Brennnessellobby natürlich wie jeden Sonntag um 11 Uhr wieder leckere Probierhäppchen:

Blätterteigteilchen mit Brennnessellauchcremefüllung,

Gurke mit marinierten Linsen und Gundermann und

Erdbeeren mit Holunderblüten

Also bis morgen!

 

 

 

Brennnesselbutter mit mediteranem Gemüse

Hier ist erst mal das Foto vom vergangenen Menü mit grünem Spargel und Brennnesselstangen, Sauce Hollandaise, Brennnesselschnitzeln, Salzkartoffeln und Erdbeere mit Rosenblütenmarzipan. Es war unglaublich köstlich und das perfekte Muttertagsessen.

Die Krönung war natürlich die Anwesenheit und Hilfe meines Sohnes,

DANKE Stephen!

So, und am nächsten Sonntag könnt ihr meine berühmte Brennnesselbutter probieren. Mit selbstgebackenen Baguettes frisch aus dem Ofen (den Teig dafür bringt netterweise unser Überraschungsgast mit), wird sie lecker dahin schmelzen. Dazu gibt es gegrillte Auberginen mediteran und natürlich auch was Süßes.

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Muttertagsessen mal anders: Brennnesselschnitzel, grüner Spargel und Brennnesselstangen, Salzkartoffeln, Sauce Hollandaise und zum Nachtisch die ersten regionalen Erdbeeren mit Rosenblütenblättermarzipan

Also wir sehen uns um 11 Uhr in der Brennnessellobby!

Bis dann…

 

 

Grüner Spargel und Brennnesselstängel

Bei der Zubereitung des Brennnesselsushi letzte Woche, ist mir mal wieder aufgefallen, wie ähnlich gegarte Brennnesselstängel dem Geschmack von grünem Spargel sind.

Glücklicherweise ist ja gerade Spargelzeit, so dass ich am kommenden Sonntag ein ganz spezielles Spargelmenü ausprobieren kann:

Grüner Spargel und Brennnesselstängel gemeinsam gedünstet, eine Brennnesselblätterhollandaise, versuchsweise ohne Ei, dafür aber mit Butter -oder doch mit Pflanzenfett? Das diskutiere ich noch mit meinem Sohn aus, der natürlich am Muttertag mit dabei ist und als begeisterter Hobbykoch gerne mit mir experimentiert! Und Kartoffeln. Und vielleicht noch Brennnesselblätterschnitzel?

Den krönenden Abschluss bildet das erste Rosenblütenmarzipan des Jahres 2019

Also, wer als Mutter allein ist oder weder Mutter ist, noch eine Mutter hat, ist herzlich eingeladen zum Probieren am Muttertag um 11 Uhr in der Brennnessellobby vorbeizukommen.

Es wird wie immer geteilt, was da ist  🙂

 

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So sah übrigens letzten Sonntag das fertige Brennnesselsushi aus. Es war sehr lecker und besonders die Brennnesselstängel in dem Röllchen mit geröstetem Sesam schmeckten super nach grünem Spargel!