Workshop: Know how for future

Massentierhaltung, aber auch Massenpflanzenhaltung, belasten unser Klima und unsere Gesundheit.

Wir transportieren unnötig Wasser durch die Gegend und verbrauchen immer mehr Energie um einfache Mahlzeiten herzustellen.

Wie einfach und nachhaltig Ernährung sein kann, und warum es nicht nur Spass macht, sondern auch sinnvoll ist, Essbares in unserer unmittelbaren Lebensumgebung großzuziehen, erfahrt ihr in diesem Workshop.

 

Dauer des Workshops ca. 3 Stunden

Kosten pro Teilnehmendem 30 Euro (inklusive Beispielmahlzeit)

 

Termine und individuelle Vorlieben können wir ab sofort miteinander absprechen. Einfach per Email oder Telefonat.

Für Gruppen bis 5 Personen in der Brennnessellobby in Deckbergen,

Für Gruppen von 10 bis 25 Personen im Schulbiologiezentrum Burg in Hannover

 

Jetzt anmelden!

 

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Eisbergsalat oder Moschusmalve? Warum Leitungswasser das bevorzugte Getränk sein sollte und welche simplen Zubereitungstechniken für Mahlzeiten es gibt, erfahrt ihr im neuen Workshop!

 

 

Roter Sauerklee, Hungerkünstler mit Benefit

 

 

Eine meiner Lieblingspflanzen ist gerade in dieser  regenlosen Phase, der rote Sauerklee. Die Pflanze ist im Zimmer eine „immerrote“ Zierpflanze, die ganzjährig optisch erfreut.

Ihre roten Blätter leuchten im Gegenlicht und wirken kombiniert mit Grünpflanzen wie kleine Blüten. Sie beginnt bereits im März ihre ununterbrochen erscheinenden gelben Sternchenblüten zu schieben und hört erst im Herbst wieder damit auf.

Sie hat den Wasserbedarf von Kakteen  und kann selbst in Kleinstgefäßen nur allein mit sporadischen Wassergaben überleben.

Das sie außerdem unglaublich wüchsig ist, ist kaum zu glauben, aber wahr! Ihr Geschmack ähnelt dem Sauerampfer. Ja, essbar sind die Triebe, Blätter und Blüten auch noch!

Und im Sommer eignet sie sich auch super für den Garten oder als Dauerblüher in Kübeln und Kästen. Wo auch immer gerade eine Bepflanzungslücke entstanden ist: einfach abgezwickte Triebe in die Erde stecken und schon fängt sie an zu wachsen!

Morgen könnt ihr sie in der Open Hour probieren und mehr über diese Wunderpflanze erfahren.

Dazu gibt es Brennnesselknusperbällchen, Tomaten-Möhren-Dip in Zucchinischälchen

und

Johannisbeerschnitten mit Johannisbeeren von meinem Überlebenskünstlerstrauch!

 

Also bis morgen um 11 Uhr!

 

roter Sauerklee im DIY Gefäß

Der unverwüstliche rote Sauerklee. Hier mit einem Steckling vom Fleißigen Lieschen in der zweckentfremdeten Pet-Flasche am Stiel.

Sommerschokolade

Brennnessellobby – wir tun was für den Klimaschutz!
Und wenn er kommt? Dann läuft nicht mal unsere Schokolade weg!
 
Seit fast 10 Jahren engagiert sich die Brennnessellobby für nachhaltige Ernährung mit Brennnessel und Co.
 
Diese Sommerschokolade ist der Knaller für alle Schokoholics. Hoher Kakaoanteil, wenig Zucker und etwas Steinsalz.
 
Steht morgen in der Open Hour in der prallen Sonne für euch bereit!

Die neu entwickelten Schokoladen-Brennnessel-Trüffel von der Brennnessellobby können in der Sonne liegen und schmilzen doch nur im Mund!

Glaubt ihr nicht?

Dann kommt doch morgen vorbei, denn um 11 Uhr könnte ihr sie im Rahmen der  Open Hour probieren.

 

Passend zum Saharafeeling gibt es außerdem kühl-würzige Dolmades mit marinierten Tomaten.

Und Mädesüßkirschen. Mhhh!

 

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Schokotrüffel auf dem Gartentisch? Mit den diesen ist das kein Problem. Innovation aus der Brennnessellobbyproduktentwicklung.

 

 

 

Wiesenerbsen in Oregano

In meiner entstehenden „Paradieswiese“ haben sich verschiedene Verwandte von erbsenartig schmeckenden Wildkräutern angesiedelt. Die Pflanzen suchen Halt an den benachbarten Oreganopflänzchen, was sehr praktisch ist, weil es das Aufstellen von Rankhilfen ersetzt.

Die Minierbschen sind noch nicht reif, aber auch die zarten blühenden Triebe schmecken schon ganz köstlich nach Zuckererbsenschoten.

Ihr könnt sie morgen in der Open Hour der Brennnessellobby probieren.

Sie toppen den Salat um die Käsekrustenbrennies. Zum Nachtisch gibt es die ersten Blüten vom Mädesüss in einer Mandelcreme auf Nektarinen.

Also bis morgen um 11 Uhr!

 

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Wiesenwicken, -platterbsen und Co. die Früchte sind noch nicht reif, aber die blühenden, zarten Triebspitzen schmecken schon lecker im Salat.

Infostand beim Schaumburger Klimafestival

Am Samstag dem 15.6.2019 richtet die Schaumburger Bürgerenergiewende ihr erstes Klimafestival aus. Ich bin mit einem Brennnessellobby-Infostand dabei und habe unter anderem auch vegane und vegetarische Probierhappen mit Brennnesseln dabei.

Eine kleine Vorführung meiner coolen „Brennhild“ ist auch geplant. Einmal mixen und dabei gleich 3 und mehr Gerichte zaubern und das mit der variantenreichsten regionalen Klimaschutzressouce die wir haben: Der Brennnessel!

Reichlich Brennnesselnachschub befindet sich vor Ort, für Vorführungen und Verpflegung  😉

Vielen Dank für die Einladung, ich freue mich sehr dabei sein zu dürfen und wünsche der Veranstaltung viel Erfolg!

 

https://www.buergerenergiewende-schaumburg.de/veranstaltungen/9/1984475/2019/06/15/erstes-schaumburger-klimafestival.html

 

So ähnlich wird das dann aussehen. Kommt und staunt!

Giersch

Mit der Blütezeit des Giersch beginnt in meinem Garten nun wieder die Haupterntezeit für diese Pflanze. Denn nun schmecken die Blätter intensiv petersilienartig und liefern Material für mein geliebtes Knoblauch-Giersch-Salz und vieles mehr.

Die Stängel haben inzwischen ihr Sellerie-Möhren-Aroma ausgebildet und die essbaren Blüten liefern süße, dekorative Toppings auf den passenden Gerichten.

Morgen könnt ihr wie immer am Sonntag um 11 Uhr in der Brennnessellobby verschiedene Kostproben genießen und Gierschblätter sind natürlich auch dabei.

 

Es gibt knusprige Brennies mit würziger Salza und Gierschhummus.

Aprikosen mit Holunder-Limettencreme sorgen für einen süßen Abschluss!

 

Also dann bis morgen!

 

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Giersch, Brennnessel und Zitronenmelisse wachsen gerne zusammen

„So ein Gerupf wolln wir hier nicht!“ Von einer sterbenden Friedhofskultur und den Möglichkeiten für die Zukunft

 

 

Ich stehe mal wieder fassungslos vor dem Müllcontainer am Seetorfriedhof in Rinteln und kann es nicht fassen, da liegen Sommerblumen, vollkommen intakt, der einzige Markel: einige ihrer Blüten sind verblüht!

Wenige Tage vorher haben sie noch im Laden gestanden, Voll erblühte Schönheiten monatelang gepäppelt im Gewächshaus, nur für diesen einen Moment in dem sie verführerisch signalisieren: nimm mich mit, ich bin jeden Cent wert!

Einige von ihnen sind winterharte Stauden, Polsternelken sind gerade im Trend, andere sind sogenannte Sommerblüher, meist exotische Schönheiten, die von Mai bis Oktober ihren unwiderstehlichen Blütencharme spielen lassen.

Und nun am 31. Mai, ein, vielleicht zwei Wochen nach dem Kauf, liegen sie hier im Kompostmüll, vereint mit Veilchen, Primeln, und anderen Frühblühern, die jetzt ebenfalls Platz machen müssen für etwas Schöneres, etwas Neues.

Ich setze meinen Spaziergang über den Friedhof fort. Ich habe das schon als Kind geliebt, diese eigenartige Stimmung auf Friedhöfen.

Damals mit meinem Opa in Hildesheim. Diese Mischung aus antiken Grabmalen, teils sehr berührenden, imposanten, weißen Bauten, mit großen Statuen davor, und den liebevoll gepflegten  Blumenbeeten. Überall lag dieser Duft nach Kiefern und Blüten, die Vögel tirilierten und alle Menschen grüßten sich freundlich, auch wenn sie sich nicht kannten.

Das hat mich geprägt. Dann später die Mütter von Freundinnen, die verzweifelt feststellten, dass sie ja auch noch zum Friedhof fahren müssen, um Blumen zu gießen, oder Unkraut zu jäten. Und die Einstellung meiner Eltern, die Friedhöfe, zumindest für sie selbst, für überflüssig hielten. Einfach die Asche irgendwo verstreuen, wir sind doch sowieso alle nur Sternenstaub. Wichtig ist das hier und jetzt und die Erinnerung an eine Person im Herzen.

Ja, so sehe ich das auch, die Erinnerung an eine geliebte Person hat man im Herzen. Man kann sie immer bei sich haben.

Die Gedanken sind frei!

Man muss nicht auf den Friedhof gehen, um zu zeigen, dass man einen Menschen geliebt hat. Wie wichtig man ihn fand wird sich Außenstehenden nie erschließen.

Und trotzdem.

Da ist etwas in diesem Totenkult der Menschen, was wichtig ist. Egal ob es die Mumien in den Pyramiden sind oder aufeinandergestapelte Steine auf einer Grabstelle, es macht etwas in uns!

Und das gilt es neu zu denken.

Mir gefällt die Idee, die  in Hannover immer mehr Anhänger findet, statt Kränze auf das Grab zu legen, an den Straßenrändern Zwiebelblumen zu pflanzen. Ein bunter Blumengruß, der sagt, dass die Toten irgendwie noch bei uns sind und sei es nur in der Erinnerung.

Das sie wieder Bestandteil der Natur sind, aus der wir alle kommen und in die wir auch alle wieder gehen.

Dann die Fried- oder Ruhewälder, das pressen von Diamanten und und und. Individuell betrachtet ergeben viele Dinge einen Sinn.

Aber die derzeitige Diskussion, die Friedhöfe abzuschaffen, finde ich schade.

Wenn ich zum Beispiel in Deckbergen, meinem derzeitigen Wohnort, über den kleinen Friedhof gehe, sagen mir die meisten Namen auf den Grabstellen wenig. Und doch ist der ein oder andere Name dabei, der mich sehr berührt.

Und diesen Menschen möchte ich danken, aber nicht mit sinnlosem Wechselflor. Es sollte etwas Besonderes sein. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass man die Bepflanzung auf einen besonderen Höhepunkt des Toten ausrichtet, auf den Geburtstag, auf ein besonderes Ereignis, das ihn oder Sie mit Deckbergen oder mit Verwandten, oder Freunden verbunden hat. Dann sollte sein Grab von weitem erkennbar sein. Dann sollten Blüten über dem Grab tanzen, für alle Menschen die den Friedhof besuchen.

Denn einen Besuch ist jeder Friedhof wert, auch so ein kleiner wie hier in Deckbergen. Mich als Naturliebhaberin zieht er magisch an, weil sich jedes Jahr im Winter so viele Hornveilchen auf den Schotterflächen und in den Gehwegritzen ansiedeln. Und im Juni erscheinen bodendeckende Sommerblumen wie Husarenknöpfchen und Männertreu. Nirgends in Deckbergen gibt es so eine vielfältige und buntleuchtende Insektentankstelle wie auf diesem Friedhof.

Leider fällt alles was von selbst dort blühen möchte, irgendwann den pflegenden Händen zum Opfer.

Im Falle von meterhohen Diesteln und Königskerzen kann ich das an bestimmten Stellen natürlich nachvollziehen, aber warum muss man immer eine Einheitslösung finden? Muss überall Raseneinheitsgrün und gepflasterte Flächen dominieren?

Bei einem Vorortgespräch mit dem Kirchenvorstand sagte eine Dame: „So ein Gerupf wolln wir hier nicht!“

Immerhin ließ der Kirchenvorstand zu, dass wir das seit einem Jahr verwahrloste Beet neben der Kapelle mit so einem „Gerupf“ bepflanzen durften. Nach einer Ankündigung der Idee beim Gemeindenachmittag und in der Zeitung fanden sich auch einige Helfer. Gemeinsam retteten wir Blütenpflanzen aus dem benachbarten Komposthaufen.

Nun ist dieses Beet ein weiteres Highlight auf meiner Deckberger Spaziergangsrunde, die ich ab und zu drehe. Verblühte Blüten abzupfen und bei Trockenheit gießen, gestorbene Pflanzen durch neue Schönheiten vom Kompostmüll ergänzen. Das ist nun eine neue, befriedigende Aufgabe, die ich gerne erledige.

Ein paar DeckbergerInnen habe ich schon angesteckt. Vielleicht ist das ja der Beginn von einer neuen Friedhofskultur?

 

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Stiefmütterchen und Veilchensämlinge zwischen den Grabstellen auf dem Friedhof in Deckbergen

 

 

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Diese Pflanzen und Pflanzschale fand ich in unterschiedlichen Abfallbehältern am Friedhof in Rinteln. Mit viel Energie erzeugt und nach wenigen Tagen weggeworfen, nur weil sie mal kurz die Köpfe hängen lassen oder Verblühtes herausgeschnitten werden muss.