Moosalarm

Jedes Jahr im Herbst kriecht ein Moosteppich durch meinen Vorgarten. Fast 30 Jahre lang habe ich versucht ihn zu bekämpfen.

Mal mit Hochdruckreiniger, mal mit Bürste und Muskelkraft ging es dem Moos an den Kragen. Das Ergebnis war immer dassselbe: nach ein paar Monaten sah alles wieder wie vorher aus!

Jeder der mal in seiner Freizeit zum Orientierungslauf in der Natur unterwegs war, hat gelernt, wie man anhand des Moosbewuchses an Bäumen die Himmelsrichtungen herausfinden kann.

Und nun ratet mal, wo sich mein Hauseingang befindet? Genau!

Mindestens einmal im Jahr klingelt es an der Tür und jemand bietet mir einen Reinigungsservice an.

Also musste ich mir endlich etwas einfallen lassen, das deutlich macht: Das Moos gehört hierher und ist gewollt! Denn eigentlich liebe ich diese niedlichen kleinen grünen Polster!

Seit Jahren versuche ich nun schon es an ungewöhnlichen Stellen wachsen zu lassen. Mal werfen es die Amseln mit Schwung durch den Garten, mal holen es sich Meise und Co. dankbar als Kuschelmaterial.

Aber ihr kennt mich ja, so schnell gebe ich nicht auf!

Diesen Herbst starte ich gleich mit 4 Moosdekoideen durch. Ihr könnt die Entwicklung gleich hautnah miterleben, wenn ihr zur Open Hour in meinem Brennnessellobbygarten kommt.

Also schaut euch um!

 

Zum Probieren gibt es am Sonntag:

Brennnesselmuffins, Weißkohlhappen mit Brennnesselreis und Gundermann und Äpfel mit Rosenblütenblättern.

Also bis Sonntag um 11 Uhr! Ich freu mich auf euch!

 

Moosmatte Versuch 1

Moosmatte Versuch 1

Moosexperiment Versuch 2

Moosexperiment November 2019

Moosexperiment Versuch 3

Moosexperiment Versuch 3,

 

Schokoklee mit Moosverkleidung

Schokoklee mit Moosverkleidung

Moosverkleidung

Moosverkleidung von Nord-Westen gesehen

 

 

 

 

Essbare Wildpflanzen im Weserbergland

 

 

Morgen, am 08.11.2019 findet von 19 -20.30 Uhr mein Vortrag zum Thema „Essbare Wildpflanzen im Weserbergland“ im Natur.NAH.zentrum an der Schillathöhle in Hessisch Olderdorf (Langenfeld) statt.

Es sind noch Plätze frei!

Näheres erfahrt ihr auf der Veranstaltungsseite des westlichen Weserbergland Touristizentrums.

Hier ist der link:

 

https://www.westliches-weserbergland.de/veranstaltungskalender#/de/pages/default/search/Event/view:gallery/sort:chronological/mode:next_months,3/calView:agendaWeek

 

Pastinakenwiese 13.08.2012 031

Pastinakenwiese im Weserbergland. Solche naturnahen Biotope sind kaum noch zu finden, Zeit für einen Kulturlandschaftswandel

 

Und am Sonntag könnt ihr dann wie gewohnt die Landschaft wieder in der Open Hour der Brennnessellobby schmecken.

Diesmal gibt es:

Linsenbolognese mit wildem Oregano auf  Pasta,

brennnende Steckrüben und

wilde Möhre in Sharonfrüchten

 

Also bis Sonntag um 11 Uhr!

Eichen liefern Nahrung

Unglaublich aber jedes Kind kennt Eicheln.

Und was macht man damit? Basteln! Basteln?

Liebe Kinder und Junggebliebene, am nächsten Sonntag, könnt ihr sogar Eicheln essen. Ja, richtig gelesen, nicht nur Wildschweine können Eicheln essen, auch wir Menschen. Eicheln waren ursprünglich ein wertvolles Nahrungsmittel, für das unsere Vorfahren ein aufwändiges Herstellungsverfahren ausgetüftelt haben, denn einfach so reinbeißen kann man nicht.

Eicheln enthalten unter anderem Bitter- und Gerbstoffe, die das menschliche Verdauungssystem absolut überfordern würden. Ihr Nährwertgehalt ist allerdings so verlockend, dass sich die Vorbereitungen durchaus lohnen. Denn mal abgesehen vom Aufsammeln der Früchte, müssen sie geschält, zerkleinert und tagelang gewässert werden.

Zucker, Eiweiss und Fett sind die Belohnung.

Unserer Lebensmittelindustrie ist kein Aufwand zu groß, um aus gesunden Rohstoffen Junkfood herzustellen, aber aus ungenießbaren Roheicheln bestes Eichelmehl herzustellen, und zu menschlichen Leckereien zu verarbeiten scheint zu riskant zu sein.

So riskant wie vor ein paar Jahren Elektroautos zu bauen?

Wie dem auch sei, einmal im Jahr halte ich an diesem Ritual fest und diesmal könnt ihr probieren!

Es gibt Eichelbratlinge mit Preiselbeerbirnen und Chicoréerohkost.

Bis Sonntag um 11 Uhr, ich freu mich auf euch!

 

 

Eicheln

Eicheln kennt jedes Kind.

Der letzte Rucola aus dem Garten?

In Hannover wächst die tollste Rauke an der B6! Essen kann man sie Dank giftigem Reifenabrieb und Abgaseinlagerung leider nicht.

In meinem Garten hat es Jahre gedauert, diese leckere Pflanze zu etablieren.

Inzwischen hat sich auf dem ehemaligen Spielrasen ein Fleckchen gefunden, in dem sich ein jahreszeitlich wiederkehrender Rhytmus einer Vergesellschaftung aus Rucola, Ringelblume, Winterportulak, Baumspinat und weißem Gänsefuß eingebürgert hat.

Der Jahresrhytmus beginnt im Herbst mit dem Winterportulak und den letzten Ringelblumen. Im Frühling geht es weiter mit dem Austrieb von Brennnessel und der Rucolawildstauden, dazu gesellen sich nach und nach Baumspinat und weißer Gänsefuß, während der einjährige Winterportulak verschwindet.

In diesem Frühling, genauer gesagt, Ende April kamen noch Samen von der Studentenblume hinzu. Ich hab den Samen nicht gerade große Chancen eingeräumt, nachdem ich sie bei meinem Besuch bei Susanne Heine mitbekam, denn gekaufte Tagetespflanzen waren mit traumwandlerischer Sicherheit nach der ersten Nacht ihrer Pflanzung in meinen Garten verschwunden.

Susanne Heine, Autorin des Gartenbuches „peaceful gardening“, war da zuversichtlicher.

Wie sich bald darauf zeigte, behielt sie Recht!

Die Tagetes konnte sich tatsächlich behaupten, sogar auf meinem Testbeet am Ackerrand wuchsen einige Exemplare.

Die Blüten sind zwar, wie die Meisten der Chrysanthemangewächse geschmacklich bei Asiaten beliebt, bei Europäern allerdings nur in homöopatischer Dosierung. Ein optisches Highlight sind sie in jedem Fall.

Und das nicht nur auf dem Teller. Gerade jetzt im Herbst strahlen die Blüten durch den ganzen Garten. Momentan noch begleitet mit den gelb umfärbenden Blättern der Glyzinie. Einfach toll! Danke dir Susanne!

 

Bevor der erste Frost die Rauke im Garten ummäht, werden sie am kommenden Sonntag noch Mal auf die wohl ebenfalls letzten selbst geernteten Tomaten gelegt.

Brennnesseln gibt es dann als Rahmgemüse mit Zwiebeln und Kartoffeln. Und ich buddle mal ein paar Nelkenwurzwurzeln aus, die ich mit frischen Birnen kombiniere.

 

Wir sehen uns Sonntag um 11 Uhr! Bis dann!

 

Tagetes nah

Jede Tagetesblüte ein kleines Kunstwerk!

 

 

Tagetes

Tagetes mit sterbendem Gänsefuß und Brennesseln

 

Rucola,Ringelblume und Tagetes

Natürliches Chaos bereichert die Küche

 

Rucola mit frisch gekeimtem Winterportulak

Rucola mit frisch gekeimtem Winterportulak, Selbstaussaat!

Gartenausschnitt mit Glyzinie und Tagetes im Herbst

Gartenausschnitt mit Glyzinie und Tagetes im Herbst. Aus dem ehemaligen Spielrasen wird auf natürliche Weise langsam eine Kräuterwiese.

Pflanzen, die im Winter wachsen

Es gibt rund ums Jahr Pflanzenwachstum. Auch das möchte ich in meiner sonntäglichen Open Hour in der Brennnessellobby zeigen.

Es wird natürlich schwieriger im Winter draußen etwas Essbares zu finden, aber mit ein bisschen Glück und Dank dem Klimawandel, ist es durchaus möglich.

Einige Pflanzen beginnen jetzt sogar mit dem Wachsen. Die wohlschmeckende Nachtkerze gehört dazu, die Vogelmiere, der Winterportulak, Feldsalat, Wiesenmargerite, Barbarakraut und vieles mehr sorgen für frische Vitamine.

Lasst euch überraschen, was ich diesen Sonntag in die Salatröllchen wickle.

Außerdem gibt es natürlich auch winterliche Früchte, wie die Hagebutte. die am Sonntag den  Winterglockenapfel ergänzen wird.

Und last not least wird uns der heiße Flammkuchen mit Lauchfrischkäsecreme und Brennnesselbutterstreuseln von innen kräftig einheizen.

 

Bis Sonntag um 11 Uhr in der Brennnessellobby!

 

 

Nachtkerze im Brennnessellobbygarten

Nachtkerze im Brennnessellobbygarten. Die Rosette fängt gerade an zu wachsen, ich bin gespannt, wie groß sie noch wird. Die Namen Schinkenwurzel und Rapunzelsellerie lassen erahnen, dass diese Pflanze für unsere Vorfahren keine Zierpflanze war!

 

Sonnenblumen mit Schmutz, bitte!

Ich habe gerade erfahren, dass es für den Floristenbedarf gelungen ist, Sonnenblumen den lästigen Pollen wegzuzüchten, damit sie den „Schmutz“ nicht in der Wohnung verstreuen!

Diese Schmutz streuende Pflanze ist eigentlich sowieso nicht für die Wohnungsdeko gedacht, sondern möchte gerne an sonnigen Tagen mit ihren Pollen und Nektar strotzenden Blüten dem Verlauf der Sonne folgen und dabei von möglichst vielen Insekten besucht werden, für die sie diesen produziert.

Sinn dieser freigiebigen und scheinbar naiven Aktion ist es Samen auszubilden. Diese Samen sichern das natürliche Überleben dieser meist 1 jährigen Pflanzen. Ein schöner Nebeneffekt dabei ist, dass sie mit diesen energiereich ausgestatteten Embryos nicht nur die Embryos selbst, sondern außerdem noch Mensch und Tier damit beglückt in dem sie übermäßige Mengen davon produziert.

Für alle, die sich die Sonnenblumenblüte lieber bei einem schönen Spaziergang anschauen, gibt es diesen Sonntag in der open hour der Brennnessellobby:

Orangenscheiben mit Sonnenblumenkernen,

Kartoffellauchcreme mit Brennnesseln und

Weißkohlhäppchen mit Fetthenne.

Wir sehen uns Sonntag um 11 Uhr, ich freu mich auf euch!

 

Sonnenblumernkerne durch Schmutz

Sonnenblumenkerne durch „Schmutz“, oder besser gesagt: Dank „Schmutz“.

 

 

 

Challenge für Hochprozentiges

Eine Produktgattung, die ohne Werbung fast nicht überleben kann sind Spirituosen.

Optische Reize erhöhen den Erlebniswert sowohl in der Werbung, als auch im Verkauf. Je wertiger die Verpackung desto hochwertiger der Inhalt! Oder?

Könnt ihr euch die Bandbreite der Spirituosen in Pfandverpackungen vorstellen?

Der edle Cognac in der Plastikflasche?

Wie würde wohl der 40 Euro Whisky  im Vergleich zu günstigen Varianten im Geschmackstest abschneiden?

Ich habe schon seit Jahren meine Favoriten. Beim Kauf entscheidet die Angabe des Alkoholgehalts, der Geschmack (in Jahrzehnten getestet) und natürlich das Preis-Leistungsverhältnis.

Zur Zeit enthält meine Hausbar: Vodka, Doppelkorn, Grappa, Rum, Whisky und Cognac. Ausgangsmaterial sowohl für pure Genussmomente, als auch Grundlage unzähliger Kombinationen und Mixturen.

Alle werden in einheitlichen Flaschen präsentiert und meine Gäste dürfen dann raten was drin ist. Wirklich sehr spannend und interessant!

Der Werbung vertrauen? Nein, danke!

 

Am nächsten Sonntag in der Brennnessellobby zeige ich, wie ich mein berühmtes Gierschsalz herstelle und würze damit eine der letzten eigenen Tomaten des Jahres 2019.

Aus den Gierschstängeln stelle ich eine Art „Waldorfsalat“ mit den ersten Äpfeln 2019 her.

Und natürlich gibt´s wieder etwas mit Brennnesseln: eine Brennnessel-Kartoffel-Lauchcremesuppe.

Also bis Sonntag um 11 Uhr!

 

Spirituosen in neutraler Verpackung, selbstgestaltet