Löwenzahnlöckchen

Das Löwenzahn gesund ist, das habt ihr ja sicherlich schon gehört. Aber wie und was man am Besten zubereitet, ist schon wieder ein anderes Problem.

Am morgigen „Sonntag in der Brennnessellobby“ könnt ihr die besten Teile davon probieren.

Als:

marinierte Löwenzahnlöckchen und als

strahlend gelbes Kiwitopping

warm und knusprig sind garantiert wieder die Käsekrustenbrennies

Also bis morgen um 11 Uhr. Aber halt. Noch ein Tipp für die Dekoqueens:

Bevor die Blüten des Löwenzahns zu Pusteblumen werden, kann man sie noch in eine fast ewig haltbare Trockenblume umwandeln. Auch das könnt ihr morgen anschauen und erfragen.

 

 

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Pusteblumenzweige für die Ewigkeit. Nur eine von vielen Verwendungsmöglichkeiten für den Löwenzahn

 

Brombeerblätterflauschzeit

Brombeerpflanzen sind in der Bevölkerung ähnlich verhasst, wie Brennnesseln. Die wilde Brombeere ist auch bei Gärtnern unbeliebt und wird gnadenlos verfolgt.

In meinem Garten hat sie daher Asyl gefunden, als sie von der ehemaligen Kuhweide nebenan bei mir in den Maschendrahtzaun kroch.

So langsam beginne ich diese Pflanze und ihre Wuchsgewohnheiten zu verstehen und auch wenn sie beim Ernten der leckeren Früchte versucht, mich mit ihren Dornenhaken festzuhalten, sind wir inzwischen Freunde geworden.

Was die wenigsten wissen, ist, dass auch ihre Blätter ein wertvolles Nahrungsmittel sind. Und jetzt im Frühling ist die allerbeste Zeit mit den Blättern zu experimentieren.

So lange sich die Blattbüschel aus den überwinterten Knospen schieben, sind sie noch frei von der Dornenleiste, die sich normalerweise auf der Blattunterseite befindet und sonst erst aufwändig herausgeschnitten werden muss.

Heute in der open Hour der Brennnessellobby könnt ihr sie probieren gemeinsam mit einer Kräutermischung in der Remoulade.

Bis später also im Agnes- Nordmeier- Weg 7 in Deckbergen!

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Blutpflaumenblüten mit Mandeln

Die Blutpflaume in meinem Garten blüht. Oder vielmehr, das was von ihr übrig ist. Denn vor einigen Jahren ist sie eigentlich gestorben. Aber eben nicht ganz. Ein paar Triebe leben noch, oder wieder, oder sind neu.

Diese Blüten sind Teil des heutigen Menüs in der Brennnessellobby, die von meinen Besuchern probiert werden können.

Heute präsentiere ich sie ganz puristisch, praktisch so wie sie vermutlich schon vor tausenden von Jahren verspeist wurden: als nahrhafter Snack mit unbehandelten Mandeln aus dem Wintervorrat.

Sozusagen „mundgemachtes“ Marzipan. Ja, dies ist eigentlich das Originalmarzipanrezept. Später wurde es für die Herrschenden versüßt und mit echten Blüten von Prunus- oder Rosengewächsen mit Rosenwasser parfümiert.

Die Nahrungsmittelindustrie beschränkt sich inzwischen ganz auf Zucker und Mandeln.

Für die Süßen unter uns werde ich noch selbst gekochten Zuckersirup zum Dippen dazustellen. Für die Herzhaften noch Salzmandeln backen.

Als Gemüserohkost gibt es heute Tomaten mit dem ersten Bärlauch Deckbergens.

Und das warme Gericht wird bestritten von Brennnessel-Lauch-Cremegemüse mit Backkartoffeln.

Ich hoffe, ich vergesse dabei nicht die Mandeln im Ofen, die im Gegensatz zu den Kartoffeln nur wenige Minuten im Ofen verbringen dürfen.

Na, ja, das werdet ihr ja dann um 11 Uhr im Agnes-Nordmeier-Weg 7 sehen 😉

 

 

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Blutpflaumenblüte 24.03.2019 06.01 Uhr Deckbergen, Agnes-Nordmeier-Weg 7

 

 

Gänseblümchen und Scharbockskraut

In der Veranstaltungsreihe „Sonntag in der Brennnessellobby“ geht es heute unter anderem um das Gänseblümchen.

Gänseblümchen gehören zu den wenigen essbaren Wildpflanzen, die in manchen Jahren durchgehend zur Verfügung stehen.

Es war außerdem das erste Wildkraut, das ich gegessen habe. Damals hatte ich massive Probleme mit den Bronchien, und las in einem Heilpflanzenbuch, dass man über Wochen 10 Gänseblümchenblüten pro Tag zu sich nehmen sollte.

Ich probierte also und fand sie geschmacklich äußerst unattraktiv. Und so etwas legen sich die Leute auf die Torte?

Eins war klar pur kriege ich das nicht täglich herunter. Also legte ich sie auf´s Leberwurstbrot. Und siehe da: es schmeckte, als hätte ich Leberwurst mit Pistazien draufgeschmiert!

Von da an experimentierte ich auch mit anderem Wildgemüse und wo das hinführte ist ja bekannt!

Heute wandern die Gänseblümchen in die schnellste Erbsensuppe der Welt.

Gemeinsam mit Feldsalat mit seinem Muskataroma  – ja, auch Feldsalat ist ein Wildkraut- und Scharbockskraut, das die Seeleute früher immer gegen die drohende Skorbut mit an Bord hatten.

Als Rohkosthappen habe ich mir Möhrenburger überlegt.

Und die Brennnesseln lande diesmal als geröstete Samen auf Kiwis.

 

Also bis später im Agnes-Nordmeier-Weg!

 

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Gänseblümchen als Blumenarrangement

 

 

Duftveilchen

Was ich heute in der Veranstaltungsreihe „Sonntag in der Brennnessellobby“ präsentiere, ist molekulare Küche in ihrer Reinform.

Die ersten echten Duftveilchen von der Wiese werden über Nacht mit halbierten entkernten Weintrauben und einem Spritzer Zitronensaft und -zesten zu einem kulinarischen Höhepunkt des Gartenjahres.

Diese Kreation von mir ist seit einigen Jahren schon so etwas wie ein saisonales Genießerritual.

Normalerweise sitze ich beim Verzehr im Garten auf meiner geliebten Blumenwiese mit Blick auf den verwunschenen, von Efeu, Brombeerranken und Trompetenblume umwirkten Gartenpavillion und gebe mich dabei ganz dem Vogelkonzert des Frühlings hin.  Je nach Windrichtung des Tages duftet es entweder nach der Blutpflaume am Gartenzaun, den übrig gebliebenen Duftveilchen auf der Wiese und dem Kissenprimelarrangement auf dem Gartentisch.

Heute wird es regnen. Aber dafür genieße ich diesen einzigartigen Duftveilchensalat  heute gemeinsam mit meinen Gästen, zusammen mit:

Kartoffelpuffern mit frisch gepflückten Brennnesselspitzen

und

wildgekräuterten Salathäppchen

Ihr seid auch dabei?

Na, dann bis nachher im Agnes-Nordmeier-Weg 7 !

 

Duftveilchensalat

Klettenlabkraut

Als Heilpflanze stärkt sie das Immunsystem und reinigt den Organismus, am wirksamsten natürlich in roher Form zu sich genommen. Klar!

Ich werde sie heute doch mal kochen. Für den wöchentlichen Event „Sonntag in der Brennnessellobby“ bei mir zu Hause, erscheint es mir für die Einsteiger in Sachen Wildpflanzenküche ratsamer, die widerspenstigen Biester erst mal gekocht kennen zu lernen um die Scheu zu verlieren.

Ich stelle einen Lauchcremetopf her in den ich sie zum Schluss hineingeben werde.

In meinem Garten wachsen sie gern in den Brennnesseln. In meinem Indoorgarten wachsen sie gemeinsam mit Buschbohnen am schwierigsten Platz im Haus: Südseite, über der Heizung. Da machen sogar die Buschbohnen, die letztes Jahr sogar die schwere wasserlose Zeit auf meinem Testbeet am Ackerrand in Deckbergen überlebten, Probleme. Umschwärmt von weißen Fliegen blühen sie trotzdem tapfer. Ich habe sogar schon das erste Bohnenschötchen gesichtet.

Ganz anders das Klettenlabkraut: unbeeindruckt wachsen sie kräftig vor sich hin. Selbst die weißen Fliegen interessieren sich nicht für sie! Ich habe schon 2 mal geerntet. Einmal für Remoulade und einmal für´s Rührei. Geschmacklich erinnern sie an grüne Bohnen. Witzig, das sie ausgerechnet im Bohnentopf auftauchten. Denn gepflanzt habe ich sie selbstverständlich nicht!

Für meinen Lauchtopf hole ich die ersten zarten Triebe aus dem Garten. Ich hab schon einiges gesichtet.

Also das Häppchenprogramm heute:

Weißkohl-Möhren-Haselnuss Rohkost

Lauchcremetopf mit Klettenlabkraut

Brennnesselmuffins

 

Bis nachher um 11 im Agnes-Nordmeier-Weg 7

 

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Brechbohnen mit Klettenlabkraut

 

Pastinake

Ja, so wie ihr auf dem Foto seht, so sieht die Pastinake jetzt in der Natur aus. Seit einigen Jahren ist sie wieder im Handel zu finden und erfreut sich steigender Beliebtheit.

Bevor Kolumbus vor 500 Jahren die Kartoffel zu uns nach Europa brachte, war die stärkehaltige Rübe so etwas ähnliches wie unsere Kartoffel.

Deshalb werde ich heute zeigen, wie man daraus leckere Pastinakenchips herstellt.

In Skandinavien war sie ungebrochen beliebt, und ihre Chips als Handelsgut begehrt. Sie können durch die knackige Süße, sowohl als Keks, als auch mit einem würzigen Dip als Tacochipsersatz fungieren.

Wie immer gibt es auch noch würzige Wildkräuterhäppchen und was Süßes für die Naschkatzen. Diesmal Pfirsiche mit Mädesüß in der Winterversion.

Also, bis nacher, wie immer um 11 Uhr im Agnes-Nordmeier-Weg in Deckbergen!

 

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Pastinake im Winter