Winterschnittlauch

 

In dem Moment in dem sich der bekannte und inzwischen auch rund ums Jahr als Topfpflanze angebotene Schnittlauch im Herbst natürlicherweise in den Winterschlaf verabschiedet, fängt der Winterschnittlauch an zu wachsen.

Er wächst gern in Wiesen und fällt im Sommer durch seine etwa 1 m hohen und dabei trotzdem unauffälligen Blüten- und Fruchtstände auf.

Jetzt im Februar, bzw. eigentlich im März, wenn der Sommerschnittlauch wieder austreibt, zieht er langsam das Laub ein und es wird höchste Zeit ihn ein letztes Mal zu ernten.

Heute um 11 Uhr könnt ihr ihn auf Curryhäppchen bei mir in der Brennnessellobby probieren. Dazu gibt es meine berühmten Käsekrustenbrennies.

Zum Nachtisch erwartet euch Schoko-Nusscreme mit Haselnussblüten und gehackten und gerösteten Nüssen.

Also bis gleich!

 

Winterschnittlauch und Scharbockskraut

Winterschnittlauch mit austreibendem Scharbockskraut, Ich denke, das Scharbockskraut ist nächste Woche erntereif!

Chili in Not

Der Dezember ist für Zimmergärtner der schlimmste Monat. Es ist der Monat des Lichtmangels.

Viele Zimmerpflanzen stellen das Wachstum ein. Überwinternde Exoten schwächeln und locken dadurch Schädlinge an. Auch ich kämpfe gerade. Eine mehrjährige Chilipflanze muss 1 mal pro Woche von Blattläusen befreit werden. Aber diesmal halte ich durch!

Ich werde sie nicht rausschmeißen und dem Frost überlassen. Ich bin es leid jedes Jahr im Januar wieder bei Null anzufangen und Chilies aus Samen heranzuziehen, die, wenn man Glück hat, Ende des Sommers ein paar Früchte angesetzt haben.

Ich habe 3 Versuchspflanzen am Start: Eine steht schon seit September im warmen Wohnzimmer, eine steht seit September im kühlen Schlafzimmer und eine steht seit Dezember im kühlen Schlafzimmer. Beide Zimmer haben große Südfenster, zusätzliche Beleuchtung ist nicht vorgesehen.

Erstaunlicher Weise sieht die fast kahle Pflanze, die die ersten Fröste draußen überstehen musste, am Gesündesten aus.

Ich bin gespannt!

 

Morgen gibt es in der Open Hour der Brennnessellobby französische Zwiebelsuppe mit überbackenem Brennnesselbutterbaguette, Tomaten mit Gierschsalz und „himmlische“ Brennnesseltrüffel.

Ich freu mich schon drauf!

Also bis Morgen um 11 Uhr

mehrjährige Chilipflanze im weihnachtlichen Zimmer

Mehrjährige Chilipflanze im weihnachtlichen Zimmer, Das bäumchenartige Gewächs am Fenster bekommt zwar keinen Schönheitspreis, aber wenn die Überwinterung gelingt, wird sie aufgenommen in die Crew meines nachhaltigen Zimmergartens!

Sonnenblumen mit Schmutz, bitte!

Ich habe gerade erfahren, dass es für den Floristenbedarf gelungen ist, Sonnenblumen den lästigen Pollen wegzuzüchten, damit sie den „Schmutz“ nicht in der Wohnung verstreuen!

Diese Schmutz streuende Pflanze ist eigentlich sowieso nicht für die Wohnungsdeko gedacht, sondern möchte gerne an sonnigen Tagen mit ihren Pollen und Nektar strotzenden Blüten dem Verlauf der Sonne folgen und dabei von möglichst vielen Insekten besucht werden, für die sie diesen produziert.

Sinn dieser freigiebigen und scheinbar naiven Aktion ist es Samen auszubilden. Diese Samen sichern das natürliche Überleben dieser meist 1 jährigen Pflanzen. Ein schöner Nebeneffekt dabei ist, dass sie mit diesen energiereich ausgestatteten Embryos nicht nur die Embryos selbst, sondern außerdem noch Mensch und Tier damit beglückt in dem sie übermäßige Mengen davon produziert.

Für alle, die sich die Sonnenblumenblüte lieber bei einem schönen Spaziergang anschauen, gibt es diesen Sonntag in der open hour der Brennnessellobby:

Orangenscheiben mit Sonnenblumenkernen,

Kartoffellauchcreme mit Brennnesseln und

Weißkohlhäppchen mit Fetthenne.

Wir sehen uns Sonntag um 11 Uhr, ich freu mich auf euch!

 

Sonnenblumernkerne durch Schmutz

Sonnenblumenkerne durch „Schmutz“, oder besser gesagt: Dank „Schmutz“.

 

 

 

Klimawandel-Superkraut

Das trübe Wetter macht schon fast Lust auf Grünkohl mit Bregenwurst. In der Not tut es auch Baumspinat.

Diese tolle Pflanze wächst schon seit Jahren zuverlässig auf meinem Testbeet am Ackerrand in Deckbergen und das ohne jegliche Pflege.

Baumspinat im Topf.jpg

Im Topf ist er sogar nach dem Totalfrass durch Schnecken im Frühjahr wieder ausgetrieben.

 

Sie wird dort weder gedüngt noch gegossen und trotzdem kann ich sie mehrmals im Jahr beernten. Einfach die pink farbenen Blattspitzen abkneifen, dann bleibt sie schön niedrig und bildet immer mehr ihrer hübschen, zarten Seitentriebe.

Der Baumspinat schmeckt nach 5 min dünsten wie Blattspinat mit Muskatnuss gewürzt,  Sahne und Zwiebeln dazu und das Ganze passt als Teigtaschenfüllung, genauso wie zu Kartoffeln und ist genial lecker. Fügt man statt Sahne Salami oder Kohlwurst dazu hat man die perfekte Grünkohlalternative.

Ein Klimawandel-Superkraut!

Baumspinat im Topf Neuaustrieb

Schon in kürzester Zeit nach der Ernte regeneriert sich der Baumspinat und treibt seine neuen pinkfarbenen Blattspitzen.

 

Ein anderes Klimawandel-Superkraut ist auch die Brennnessel. Die gibt es am nächsten „Sonntag in der Brennnessellobby“ als

würzige Brennnesselbutter auf gebackenem Hokkaido,

dazu gibt es Weisskohlrohkost mit Baumspinat und

Baumspinatspitzen.jpg

Baumspinatspitzen, je nach Zubereitung können sie Spinat oder Grünkohl ersetzen. Baumspinat wächst schon seit Jahren ohne Dünger und Bewässerung auf meinem Tastbeet am Ackerrand in Deckbergen.

 

blaue Weintrauben aus eigener Ernte!

 

 

 

 

 

 

2. Chance für Elektroschrott

Die Tage werden wieder kürzer. Ich habe schon die erste Lichterkette wieder aus dem Keller geholt. Einschalten und wohlfühlen. Denkste!

Vor einem Jahr gekauft, zweimal angehabt und dann im Keller verstaut. Und jetzt tot! Zum Glück habe ich noch eine andere, und die funktioniert.

Also ab in die Elektroschrottkiste mit der Toten.

Aber wohin damit? Nehmen die Läden sie zurück?

Ich denke an cradle to cradle. Ja, eigentlich müsste es so eine Art Pfandsystemgeben. Die Diskussion gibt es schon Jahrzehnte, aber die Politik reagiert mal wieder nicht.

Dabei sind es wertvolle Ressourcen, die da täglich weltweit im Müll landen.

Und die Lkw´s fahren leer wieder von den Läden zurück.

Wär doch fair wenn man Geld bekäme, für die intakte Solarlampe, bei der die kleine LED nach 5x leuchten das Zeitliche gesegnet hat.

Wo bleibt die viel gepriesene Kreislaufwirtschaft?

Also ab in den Keller damit…

 

Am Sonntag gibt es natürlich wieder Kostproben in der Brennnessellobby, diesmal gibt es Baguettes mit Brennnesselbutter, Paprika-Maissalat mit Vogelmiere und Melone mit Breitwegerichfrüchten. Deren Zubereitung ist vermutlich noch beschwingt durch das Woodstockrevival in Bückeburg am Samstag- oder mit dickem Kopf?  😉

Wie auch immer, wir sehen uns um 11 Uhr!

 

Lichterkette vorm Kamin.jpg

Die Tage werden wieder kürzer. Um 5 Uhr morgens ist es wieder dunkel. Draußen fallen die Regentropfen aber mit Lichterkette wird´s gemütlich!

 

 

 

Löwenzahnlöckchen

Das Löwenzahn gesund ist, das habt ihr ja sicherlich schon gehört. Aber wie und was man am Besten zubereitet, ist schon wieder ein anderes Problem.

Am morgigen „Sonntag in der Brennnessellobby“ könnt ihr die besten Teile davon probieren.

Als:

marinierte Löwenzahnlöckchen und als

strahlend gelbes Kiwitopping

warm und knusprig sind garantiert wieder die Käsekrustenbrennies

Also bis morgen um 11 Uhr. Aber halt. Noch ein Tipp für die Dekoqueens:

Bevor die Blüten des Löwenzahns zu Pusteblumen werden, kann man sie noch in eine fast ewig haltbare Trockenblume umwandeln. Auch das könnt ihr morgen anschauen und erfragen.

 

 

IMG_1028

Pusteblumenzweige für die Ewigkeit. Nur eine von vielen Verwendungsmöglichkeiten für den Löwenzahn

 

Brombeerblätterflauschzeit

Brombeerpflanzen sind in der Bevölkerung ähnlich verhasst, wie Brennnesseln. Die wilde Brombeere ist auch bei Gärtnern unbeliebt und wird gnadenlos verfolgt.

In meinem Garten hat sie daher Asyl gefunden, als sie von der ehemaligen Kuhweide nebenan bei mir in den Maschendrahtzaun kroch.

So langsam beginne ich diese Pflanze und ihre Wuchsgewohnheiten zu verstehen und auch wenn sie beim Ernten der leckeren Früchte versucht, mich mit ihren Dornenhaken festzuhalten, sind wir inzwischen Freunde geworden.

Was die wenigsten wissen, ist, dass auch ihre Blätter ein wertvolles Nahrungsmittel sind. Und jetzt im Frühling ist die allerbeste Zeit mit den Blättern zu experimentieren.

So lange sich die Blattbüschel aus den überwinterten Knospen schieben, sind sie noch frei von der Dornenleiste, die sich normalerweise auf der Blattunterseite befindet und sonst erst aufwändig herausgeschnitten werden muss.

Heute in der open Hour der Brennnessellobby könnt ihr sie probieren gemeinsam mit einer Kräutermischung in der Remoulade.

Bis später also im Agnes- Nordmeier- Weg 7 in Deckbergen!

IMG_1010