Selbstüberlistung

 

 

Es fällt mir schwer zu ernten.

Das klingt etwas eigenartig, ist aber so.

Ich liebe intakte Dinge und das natürliche Wachstum der Pflanzen fasziniert mich total. In dieses ästhetische Bild einzugreifen, geht eigentlich gegen meine Natur.

Vor allem in meinem Zimmergarten muss ich das aber tun und zwar regelmäßig. Wie schön, wenn man mit dem entstandenen Schnittgut etwas anfangen kann. Stecklinge gewinnen für die Pflanzenvermehrung.

Aber, wie viele Pflanzen braucht der Mensch?

Ich habe mehr als genug! Und meine Freunde werden regelmäßig versorgt.

Um so sympatischer ist es, wenn eine Pflanze nicht nur Deko, sondern auch Nahrung ist. Zu meinem Salbeisteckling auf der Küchenfensterbank habe ich Kerbel gesät. Nun ist es soweit: für mein Ausgewogenheitsgefühl hätte ich gern, das der Kerbel niedriger bleibt als der Salbei, also muss ich nun zur Schere greifen!

Kerbel vorher.jpg

Kerbel im Salbeitopf vor der Ernte.

Kerbel nachher.jpg

Kerbel im Salbeitopf nach der Ernte.

Kerbel auf dem Brötchen.jpg

Und fertig ist der leckere Brotbelag!

 

Und schwupps, fertig ist der Brotbelag.

War echt lecker 😉

 

Am kommenden Sonntag in der Brennnessel gibt es keinen Kerbel, denn im Garten sind erst winzige erste Blättchen zu sehen, dafür aber:

Deckberger Zwedgen mit Vanilleblumenblüten,

Gurkenhäppchen mit Quarkcreme und

Pasta mit Aglio-Olio-Brennio

 

Bis dann!