7 Tage – 7 Texte

Mühsam

Von Birgit Brinkmann

Blumenwiese im Generationenpark .jpg

Wir sitzen im Essen

Es liegt um uns herum

Nur leider hüpft es nicht von selbst auf den Teller

die Früchte werden handgepflückt

Die Krabben handgepult

 

Refrain:

Das ist mühsam

Das ist schwer

Am besten das macht irgendwer

 

Zum Glück gibt’s  Industrie

Macht´s Leben schön und leicht

Wir schwelgen im Luxus uns geht es richtig gut

Das Leben ist nun lebenswert

Das gibt uns neuen Mut

 

 

Das kostet Energie!

Das kostet auch Chemie!

Die Flüsse gut gedüngt, das Meer voll PET

Das Trinkwasser ist voll Arznei

Das ist uns einerlei.

 

Refrain:

Das ist mühsam

Das ist schwer

Am besten das macht irgendwer

 

 

 

Auch dieser Text wurde musikalisch umgesetzt und ist Bestandteil des mit Musikstücken aufgelockerten Hörbuches „Verbotene Äpfel“ zum Thema Ernährungswende.

„Mühsam“ wird übrigens demnächst von Klaus Opitz beim Rintelner Radiosender Radio Jukebox gespielt!

Vielen Dank Klaus Opitz 🙂

http://www.radio-jukebox.org/

7 Tage – 7 Texte

Wer hört schön zu?

Von Birgit Brinkmann

Pferd,frei, Kühe, Weide, hell, nah,9.jpg

 

Schnell noch den Döner nach der Arbeit

Dann nach Hause, die Freizeit ruft

Der Tag wie immer ohne Pause

Das einzige Highlight war der Kaffeeduft

 

 

Refr.

Wer hört schon zu

Wenn Tiere weinen

Wenn all ihr Leid im Stall erschallt

Wen kümmert schon

Wenn Tiere weinen

Wenn sich ihr Herz zusammenballt

 

 

Die Bratwurst lockt an jeder Ecke

Der Grill selbst um den Bauch geschnallt

Erfüllt er den Zweck zu jeder Zeit

Hauptsache schnell und schön billig und viel Fleisch

 

 

Refr.

Wer hört schon zu

Wenn Tiere weinen

Wenn all ihr Leid im Stall erschallt

Wen kümmert schon

Wenn Tiere weinen

Wenn sich ihr Herz zusammenballt

 

Der Burger frisch, warm und stets bereit

Das Cowboyfeeling mit dabei

Jetzt noch eine Kola, etwas Sex

und dann frei in den Abendhimmel reiten

 

Refr.

Wer hört schon zu

Wenn Tiere weinen

Wenn all ihr Leid im Stall erschallt

Wen kümmert schon

Wenn Tiere weinen

Wenn sich ihr Herz zusammenballt    

 

 

 

 

Dieser Text wurde ebenfalls musikalisch umgesetzt und ist Bestandteil des mit Musikstücken aufgelockerten Hörbuches „Verbotene Äpfel“ zum Thema Ernährungswende.

„Wer hört schon zu“ wird übrigens demnächst von Klaus Opitz beim Rintelner Radiosender Radio Jukebox gespielt!

Vielen Dank Klaus Opitz 🙂

http://www.radio-jukebox.org/

7 Tage – 7 Texte

 

So gerne wild

Von Birgit Brinkmann

Birgit "Brennhild" Brinkmann

Birgit „Brennhild“ Brinkmann

Keine Bank mach ich mehr fett

Ich bin jetzt gar nicht mehr so nett

Mein Essen finde ich im Wald

Die andern lassen mich jetzt kalt

 

Holz zum Heizen find ich im Garten

Die Ölkonzerne müssen warten

Strom liefert mir der Generator

Bald hab ich Muskeln wie der Terminator!

 

Refr. :

Ach ich wär so gerne wild

Die Buschfrau Brennhild –

Aber ich bin und bleibe nur

Luxusweib und Genießerin pur

 

 

Die Lösung liegt noch in der Ferne

Aber ich steh halt auf die Moderne

Ich liebe Technik und Wissenschaft

Jeder Fortschritt gibt mir neue Kraft

 

Der Zeitgeist steht auf mehr Natur,

Gemeinschaft und nicht nur Tortur

Drum bau ich jetzt die Luxuswelt

Ganz ohne Geld 🙂

 

 

Auch diesen Text findet ihr schon musikalisch umgesetzt auf youtube 😉

Brennnesselfladen, paleo

IMG_6815

Fast wie in der Steinzeit: ca. 2-3 Eßlöffel Dinkelvollkornweizenmehl mit Wasser und Meersalz verrühren, etwas quellen lassen.

In der Zwischenzeit Eine Handvoll Brennnesseln ernten ( bei mir einfach, wachsen, wie ihr wisst, auch im Januar in meinem Zimmergarten. Siehe Brennnesseln im Haus).

Nun einfach den Teig ohne Fett in die Pfanne geben, die frischen Brennnesseltriebe darauf verteilen, wie Pfannkuchen einmal wenden, fertig backen und servieren.

Am besten passen dazu geröstete Sesam- oder Sonnenblumenkerne. Man kann natürlich auch ungeröstete Samen oder Nüsse direkt mit zu den Brennnesseln auf den Teig geben und sie mit backen.IMG_6809

7 Tage – 7 Texte

Mammut

Von Birgit Brinkmann

 

IMG_6806

 

 

Vor 10 000 Jahren, da war ‘n noch Mammuts da

Gestalteten die Landschaft, mit Zahn und Rüssel nur.

Die Menschen folgten ihnen

Denn wo sie waren war,

Fleisch und Gemüse,

frei zum Greifen nah.

 

Das Leben, das war Freiheit

Das Leben, das war Tod

Das Leben war Entbehrung

Das Leben, das war Not.

Das Leben, das war Leiden

Das Leben, das war gut

 

Vor 500 Jahren, da war gar nichts mehr da

Die Wälder war ‘n gerodet, das Vieh fraß alles kahl

Die Felder litten schrecklich

Die Menschen umso mehr

Die allerbeste Nahrung

Gab´s für den Adel nur

 

Da gab es keine Freiheit

Das Leben, das war Tod

Das Leben war Entbehrung

Das Leben, das war Not.

Das Leben, das war Leiden

Und trotzdem war es gut

 

Und heute, ja heute, da ham wir alles da

Kein Mensch müsste hungern und trotzdem treten wir

Noch immer auf der Stelle

Und finden keinen Weg

Dabei lässt sich was machen

Ich hab schon ne Idee!

 

Das Leben, das ist Freiheit

Das Leben, das ist Tod

Das Leben ist Entbehrung

Das Leben, das ist Not.

Das Leben, das ist Leiden

Das Leben, das ist gut

 

Dieser Text wurde bereits vom Musiker Klaus Falkenberg musikalisch umgesetzt, und von mir gesungen 😉

Ihr könnt ihn euch auf youtube anhören:

 

 

7 Tage – 7 Texte

Mistforke im Kopf

Von Birgit Brinkmann

 

IMG_6789

 

Schulden eintreiben war ihr Ziel

Sie ritten zu siebt, bewaffnet und mit Stil

Den Zehnten gab´s von alters her

Aber lange nicht mehr

vom Anwesen Nummer 10

 

 

Refr.

Für den Herrn von Remeringhausen

Christian von Münchhausen

Endete das Leben mit Grausen

(Und mit einer Mistgabel im Kopf)

 

 

Mit Korn, Geflügel und Eiern

Ließ sich auf Gut Remeringhausen feiern

Doch nun nicht mehr, das fand man doof

Vielleicht vom Suhren-Hof

Beritten ging es gleich los

 

 

Der Suhren -Bauer war jetzt tot.

Witwe und Söhne litten immense Not

Bewaffnet bis an die Zähne

Und düstere Pläne

Ross und Reiter jagten vor

 

 

Doch fanden sie nichts mehr

Ställe und Speicher waren leer

Da fanden sie doch noch – juchhu

Die allerletzte Kuh

Auch Milch gab´s für Suhrens nicht

 

Viel Panik, Zetern und Geschrei

Jetzt sprangen Nachbarn mit Mistgabeln herbei

Auch Sensen waren im Gepäck.

Und schrien:  Münchhausen weg!

Auf ihn drauf und schlagt ihn tot!

 

Christian als echter Soldat

Dem Mob gelassen und kühl entgegen trat

Er spürte nicht den Todeswind

Der Sohn war fast ein Kind

Forke in beiden Händen

 

Mit beiden Händen voller Kraft

Mit Wut im Bauch hat er es dann doch geschafft

Und streckte Münchhausen nieder

Der nun sprach nie wieder

Lag da, die Forke im Kopf

7 Tage -7 Texte

Frohes Schaffen

von Birgit Brinkmann

IMG_6778

Du siehst nur diesen riesen Berg

Der vor dir liegt und ruft

Du schreist: ich will nicht!

 

Es gibt so viele, die es besser können

So viel besser als du

Du schreist: Ich kann nicht!

 

Du könntest andere Dinge tun

Draußen lockt die Welt

Du schreist: heute nicht!

 

Refrain:

Wer soll es tun, außer dir?

Wer hat dein Know-how?

 

Also: hör endlich auf abzuschlaffen,

Fang an dich aufzuraffen,

dich zu straffen,

etwas neues zu erschaffen.

Ich wünsch dir: Frohes Schaffen!

Guerilla Gardening in Rinteln

IMG_6749

 

Seit mehr als 10 Jahren versuche ich die Rintelner für die Brennnessel im Speziellen und das Ernten in der Natur im Allgemeinen zu begeistern.

Nun wage ich einen neuen Vorstoß: Im Stil des Guerilla Gardenings habe ich testweise Winterportulak im Stadtgebiet ausgesetzt und tue es nun kund 😉

IMG_6767

Die Brennnessel ist ja selbstständige Guerillakämpferin und kann sich auch ohne mich durchsetzen. Im Gegensatz dazu haben es andere essbare Wildpflanzen in Rinteln mehr als schwer zu wachsen. Deshalb bedurfte es jahrelanger Vorbereitung um den Boden für sie zu bereiten.

Jetzt ist es endlich soweit!

Ja, jetzt, ja ;)

Schwebendes Auto

Fotoquelle: allmystery.de

 

Die Nessel gilt es zu preisen:

lecker lässt sie sich verspeisen,

Designer Jeans aus Nesselfell,

Motoren schnurren nesselschnell,

 

Autos fangen an zu schweben,

Menschen dabei abzuheben,

Megakonzerne sehen ein:

Die Nessel kann in alles rein!

 

Sie ist geballte Energie.

Wir brauchen sie, so wie noch nie!

Soziales Netzwerk, Seite, Blog…

Versetzen manchem einen Schock.

 

Dabei ist sie Symbol und mehr

Für alles, was heut ist so schwer,

Ein einigendes Element,

(Ganz anders als man sie jetzt kennt).

 

Die Urtica, das ist bald klar,

ist nicht mehr das, was sie mal war.

Ein neuer Geist, ein neuer Wert,

so was ist nie so ganz verkehrt!

 

Ich geb´ nicht auf! Nein, nein ich hetz

Die Nesseln nun geschickt durchs Netz.

Und endlich sagen alle ja,

Und kämpfen für die Urtica!

Die Brennnessel als Kultursymbol

Sonnenaufgang

Fotoquelle: oldskoolman.de

Alle Zeichen stehen auf Gesellschaftswende. Die Machthaber  dieser Welt wissen das schon lange. Dennoch halten sie fest an verkrusteten Strukturen und dem längst überholten Konsumideal. Sie hängen an dem wackeligen Status, den sie, wie auch immer, erworben haben.

Burn out und Depressionen sind allgegenwärtig. Verzweiflung angesichts des Drucks, bei allen die endlich eine lang ersehnte Position erreicht haben. Verzweiflung aufgrund der Perspektivlosigkeit, bei allen, die sich im System nicht behaupten können.

Ungenutzte Ressourcen wohin man schaut.

Zerstörung, Hass und Missgunst dominieren in unserem derzeitigen Gesellschaftsmodell, obwohl die Menschen nie so kreativ waren, nie so gut vernetzt, wie jetzt.

Gemeinsam anpacken, sterbende Kleinstädte beleben durch innovative Projekte, die einfach nützlich sind und bereichernd für alle, ohne die großen finanziellen Gewinne, die sich das Finanzamt wünscht. Menschen einbinden und auf ungewöhnliche Weise, unterstützen, wo heute ausgegrenzt wird. Arbeitsplätze, die jetzt einzelne erdrücken, teilen.

Das alles wär möglich mit etwas gutem Willen und anderen Werten.

Das letzte Jahr hat gezeigt, welches Potential beispielsweise in Brennnesseln steckt. Eine ungeliebte Pflanze als Symbol für neue Ressourcen und gemeinsame Aktionen, die ohne teure Investitionen funktionieren.

Ich danke allen Mitstreitern, für die Hilfe und Unterstützung und freue mich schon jetzt auf die vielen neuen Möglichkeiten, die wir in 2016 gemeinsam umsetzen können.

An Ideen soll es nicht mangeln 😉