Nettle Art Contest

IMG_6649

 

Auch für 2016 habe ich wieder einige Ideen entwickelt um das Image der großen Brennnessel öffentlichkeitswirksam aufzupolieren. Natürlich wird es nach dem tollen Erfolg  2015 im Sommer wieder einen Tag der Brennnessel geben: den Zweiten Tag der Brennnessel!

Diesmal möchte ich gerne die künstlerische Ader in euch herausfordern!

Nach meinem ersten Versuch mit Brennnesselmaché (siehe: das erste Sushi Blatt aus Brennnesseln ) möchte ich dazu aufrufen die Brennnessel als Kunstobjekt zu entdecken. Ob essbar, einfach nur dekorativ oder als Anregung zum Nachdenken überlasse ich euch!

Ich freue mich über eure kreativen Fotos, Zeichnungen, Cartoons, Videos, Land Art Projekte, essbaren Kunstwerke, Skulpturen, Papierkunst, Textilien aus Brennnesselfasern, Songtext, Musik, Gebrauchsgegenstände und alles was euch sonst noch so zum Thema Kunst aus und mit urtica dioica einfällt 😉

Ab sofort könnt ihr eure Werke und /oder Ideen bei mir einreichen. Als E-Mail an info@kann-man-essen.de

Einsendeschluss ist Freitag, der 15.07.2015.

Einen Preis kann ich euch auch schon anbieten: eine Übernachtung in Brennhilds Genießerhaus incl. individuellem Genießerfrühstück mit essbaren Blüten und Wildpflanzen aus meinem Garten. Vielleicht finden sich ja bis zum Sommer noch andere Sponsoren 😉

Hundeleckerli

IMG_6883

Ach, wenn das unser guter alter Bosco noch erlebt hätte. Bosco, der eigentlich, wie sich das in den 70er Jahren für einen  rassereinen Bobtail so gehörte, als Earl Grey vom Mausebachtal zur Welt kam, von uns aber in Bosco umgetauft wurde, und diesem Namen später alle Ehre machte, weil er am liebsten Äpfel der Sorte Boscop mit uns gemeinsam verzehrte.

Vor einigen Jahren hatte ich im offenen Gartenpavillon versuchsweise Brennnesselreste als Brennnesseljauche zum späteren Düngen angesetzt. Stumpf und Stiel mit Wasser bedeckt und geruchsmindernd gut abgedeckt mit einem alten Tablett, das gerade in der Nähe stand, stellte ich es in eine Ecke zum Gären und späteren Umrühren – und vergaß das Ganze.

So stand es den ganzen Herbst und Winter unberührt (dachte ich zumindest) und stank alleine vor sich hin. Bis, ja, bis ich an einem schönen Frühlingmorgen Freunde mit Hund zu Besuch hatte.

Wir spazierten durch den Garten und unterhielten uns angeregt, die Vögel zwitscherten und der Hund knabberte genüsslich, ja, was eigentlich?

Die besorgten Hundeeltern versuchten aufgeregt zu identifizieren, was ihr Liebling da zwischen den Zähnen hatte und durch Flucht vehement gegen Untersuchungen verteidigte. Wir waren ratlos was das sein könnte. Bis mir auffiel, dass es ein wenig an einen vergorenen Pflanzenstängel erinnerte.

Ich ging in den Pavillon und fand den Eimer mit Brennnesseljauche vom Tablet befreit und mehr oder weniger geleert vor! 2-3 schwarze Strünke befanden sich noch dort, aber weder Flüssigkeit noch der Rest der Brennnesseln( Der Behälter war randvoll gewesen!).

Offensichtlich hatten sich schon andere Tiere daraus bedient.

Eine Art Sojasauce für Tiere? Vegane Hundeleckerlies?

Auf jeden Fall eine weitere Produktidee für Brennnesseln, die man weiter verfolgen sollte!

Bosco hätte es mit Sicherheit geschmeckt 😉

 

Superfood Brennnessel

Nettle your life in Wolken gedreht.jpg

Nettle your life !!!

 

Schon seit Jahrtausenden gibt es Trendlebensmittel. Wir alle werden kulturell auf bestimmte Nahrungsmittel  normiert. Gründe für den Vorzug bestimmter Nahrungsmittel können Verfügbarkeit, Ethik, Religion, Gesundheitsversprechen, Preis, politische bzw. wirtschaftliche Interessen, Exotik und viele andere sein. Weltweit gibt es bisher nur wenige einheitliche Trends.

An erster Stelle aller Ernährungswünsche stand und steht der Traum vom Tischlein–deck-dich,  heute realisiert von der Lebensmittelindustrie, die sich zur Zeit immer mehr ausdifferenziert  (konventionell, vegetarisch, vegan, funcional food, low carb,  …) und mit hochwertigen Convenience Produkten lockt. Je größer das Angebot, desto spektakulärer muss die Einzigartigkeit des Produktes sein.

Vorreiter dieser  Trends sind deshalb „Experten“, die durch eigene empirische oder statistische Studien hoch motiviert sind. Dieses Expertentum vermittelt, durch euphorische Darstellungsweise, die Gültigkeit der Erkenntnisse. Vorgetragen durch charismatische Multiplikatoren, sind wir glücklich endlich die „Wahrheit“ über die „richtige Ernährung“ zu erfahren.

Wer sich die Hypes der letzten Jahrzehnte mal näher anschaut, muss leider feststellen, dass jede noch so einleuchtende Neuerung im Nachhinein doch so seine Tücken hatte.

Die Brennnessel hat alle Eigenschaften eines zukünftigen Superfoods. Sie ist für jedermann verfügbar, sie ist konkurrenzlos auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit, sie zu sammeln entspricht dem Erfordernis sich mehr in der Natur zu bewegen, als gutes Nahrungsmittel hat sie sich lange in vielen Kulturen bewährt und es gibt kaum ein Rezept dem man nicht auch ein paar Brennnesselblätter, -blüten, -früchte oder -samen hinzufügen könnte, was sie auch für die Nahrungsmittelhersteller interessant macht.

Doch auch wenn es in Nepal und in Deutschland Überlieferungen von Menschen gibt, die sich jahrelang erfolgreich ausschließlich von Brennnesseln ernährt haben: Die grüne Alleskönnerin ist eine Pflanze, die sich gerne an andere schmiegt und das nicht nur im Magen!

Es lebe die Vielfalt  😉

Die Kornelkirschen blühen wieder

Das goldene Osterei 051

Das goldene Osterei

Letztes Jahr habe ich um diese Zeit das goldene Osterei kreiert. Rührei, das im Ei gekocht wurde und das sich mit Brennnesselkaviar aus der Tiefkühltruhe, Kornelkirschenblütensträußchen und Goldnesselblatt dekoriert,  vom Goldglanz im Supermarkt abhob.

Hier nochmal zur Erinnerung!

Nein, mal unter uns: eigentlich wollte ich das Foto nur auf Pinterest posten und habe leider seit der Umstellung meines alten Computers auf windows 10 keinen Zugriff mehr auf meine alten Fotos 😦

Jetzt also über den Umweg meines Blogs 🙂

 

 

 

 

 

7 Tage – 7 Texte

Konsumentenpower

Von Birgit Brinkmann

 

Marktkauf 026

Die Nahrungsmittelindustrie produziert was das Herz begehrt…

 

Gesund ernähren ist nicht leicht

Fleischarm essen? Wie denn das?

Wenn alles was schmeckt

Mit Fleisch ist?

Eintopf ohne Fleisch-gibt´s so was überhaupt im Supermarkt?

 

Gesund ernähren ist nicht leicht

Weniger Zucker? Wie denn das?

Wenn sogar im Schinken Zucker ist?

Und im Salat, und im Spinat, fast überall im Supermarkt!

 

 

Refr.:

 

Konsumentenpower

Trau dich und sag es laut

Konsumentenpower

Bald ist es dir vertraut!

 

 

 

Gesund ernähren ist nicht leicht

Nachhaltig essen? Wie denn das?

Wenn Vernunft so teuer ist?

Und alles was der Umwelt schadet, so billig!

 

Konsumentenpower

Flashmob im Supermarkt

Konsumentenpower

Gemeinsam sind wir stark

7 Tage – 7 Texte

Mühsam

Von Birgit Brinkmann

Blumenwiese im Generationenpark .jpg

Wir sitzen im Essen

Es liegt um uns herum

Nur leider hüpft es nicht von selbst auf den Teller

die Früchte werden handgepflückt

Die Krabben handgepult

 

Refrain:

Das ist mühsam

Das ist schwer

Am besten das macht irgendwer

 

Zum Glück gibt’s  Industrie

Macht´s Leben schön und leicht

Wir schwelgen im Luxus uns geht es richtig gut

Das Leben ist nun lebenswert

Das gibt uns neuen Mut

 

 

Das kostet Energie!

Das kostet auch Chemie!

Die Flüsse gut gedüngt, das Meer voll PET

Das Trinkwasser ist voll Arznei

Das ist uns einerlei.

 

Refrain:

Das ist mühsam

Das ist schwer

Am besten das macht irgendwer

 

 

 

Auch dieser Text wurde musikalisch umgesetzt und ist Bestandteil des mit Musikstücken aufgelockerten Hörbuches „Verbotene Äpfel“ zum Thema Ernährungswende.

„Mühsam“ wird übrigens demnächst von Klaus Opitz beim Rintelner Radiosender Radio Jukebox gespielt!

Vielen Dank Klaus Opitz 🙂

http://www.radio-jukebox.org/

7 Tage – 7 Texte

Wer hört schön zu?

Von Birgit Brinkmann

Pferd,frei, Kühe, Weide, hell, nah,9.jpg

 

Schnell noch den Döner nach der Arbeit

Dann nach Hause, die Freizeit ruft

Der Tag wie immer ohne Pause

Das einzige Highlight war der Kaffeeduft

 

 

Refr.

Wer hört schon zu

Wenn Tiere weinen

Wenn all ihr Leid im Stall erschallt

Wen kümmert schon

Wenn Tiere weinen

Wenn sich ihr Herz zusammenballt

 

 

Die Bratwurst lockt an jeder Ecke

Der Grill selbst um den Bauch geschnallt

Erfüllt er den Zweck zu jeder Zeit

Hauptsache schnell und schön billig und viel Fleisch

 

 

Refr.

Wer hört schon zu

Wenn Tiere weinen

Wenn all ihr Leid im Stall erschallt

Wen kümmert schon

Wenn Tiere weinen

Wenn sich ihr Herz zusammenballt

 

Der Burger frisch, warm und stets bereit

Das Cowboyfeeling mit dabei

Jetzt noch eine Kola, etwas Sex

und dann frei in den Abendhimmel reiten

 

Refr.

Wer hört schon zu

Wenn Tiere weinen

Wenn all ihr Leid im Stall erschallt

Wen kümmert schon

Wenn Tiere weinen

Wenn sich ihr Herz zusammenballt    

 

 

 

 

Dieser Text wurde ebenfalls musikalisch umgesetzt und ist Bestandteil des mit Musikstücken aufgelockerten Hörbuches „Verbotene Äpfel“ zum Thema Ernährungswende.

„Wer hört schon zu“ wird übrigens demnächst von Klaus Opitz beim Rintelner Radiosender Radio Jukebox gespielt!

Vielen Dank Klaus Opitz 🙂

http://www.radio-jukebox.org/

7 Tage – 7 Texte

 

So gerne wild

Von Birgit Brinkmann

Birgit "Brennhild" Brinkmann

Birgit „Brennhild“ Brinkmann

Keine Bank mach ich mehr fett

Ich bin jetzt gar nicht mehr so nett

Mein Essen finde ich im Wald

Die andern lassen mich jetzt kalt

 

Holz zum Heizen find ich im Garten

Die Ölkonzerne müssen warten

Strom liefert mir der Generator

Bald hab ich Muskeln wie der Terminator!

 

Refr. :

Ach ich wär so gerne wild

Die Buschfrau Brennhild –

Aber ich bin und bleibe nur

Luxusweib und Genießerin pur

 

 

Die Lösung liegt noch in der Ferne

Aber ich steh halt auf die Moderne

Ich liebe Technik und Wissenschaft

Jeder Fortschritt gibt mir neue Kraft

 

Der Zeitgeist steht auf mehr Natur,

Gemeinschaft und nicht nur Tortur

Drum bau ich jetzt die Luxuswelt

Ganz ohne Geld 🙂

 

 

Auch diesen Text findet ihr schon musikalisch umgesetzt auf youtube 😉