Spaziergang mit Gießkannen

Raumschiff Erde, Logbucheintrag vom 14.5.2016

Wir befinden uns auf dem Raumschiff Erde mit der Mission „Essbares Land“. Hier spricht Birgit B. Brinkmann.

 

5.00 Uhr Sommerzeit

Die Singdrossel weckt mich mit: Birgit, Birgit, Birgit…los, los, los…mach hin, mach hin, mach hin… und macht dann in unverständlichem Kauderwelsch weiter.

Was sagt sie? Ach ja, das Beet am Ackerrand!

Gestern ist es tatsächlich passiert. Die Idee, die ich seit Jahren in Gedanken mit mir herumtrage ist Wirklichkeit geworden. Wir haben gestern ein Testbeet gepflanzt!

Wir, das sind Jutta Meves und ich. Ihr Mann Frank Westermann war auch mitgekommen.

Der Boden war nach tagelangem Sonnenschein hart wie Beton. Mit Hacke und Spaten gingen wir mit vereinten Kräften auf den Ackerrand los, so das uns die Grasbüschel nur so um die Ohren flogen.

Frank stach ein paar mal mit dem Spaten in den Boden hinein, machte ein paar Fotos und verabschiedete sich …

Mehrere Trinkpausen später war es dann so weit: etwa 6 Quadratmeter nackter Boden lag vor uns. Staub trocken, aber pflanzbereit.

Nun holte ich meine Schätze hervor. Jungpflanzen, die ich in den beiden hannöverschen Schulgärten, in denen ich unterrichte, vor fleißigen, krautenden Gärtnerhänden gerettet habe: rote Melde, Borretsch, Rucola, roter Salatampfer, Baumspinat, und Kapuzinerkresse. Schnittlauch- und Kerbeljungpflanzen, Liebstöckel, und immerwährende Kresse bekam ich von unseren guten Gartenfeen mit auf den Weg. Und natürlich Saatgut en masse: Zuckererbse, Busch- und Feuerbohne, Mais, Feldsalat, Ringelblume, Kapuzinerkresse, Gemüsechrysantheme, Feldsalat, Spinat, Rettich, Salat, ….

Die Gärtner gaben mir den Tipp, das Saatgut nicht zu gießen, denn dann würde es erst keimen, wenn die Bedingungen stimmen und ist dann widerstandsfähiger. Wenn man einmal gießt, muss man alles zwingend regelmäßig feucht halten.

Wir sahen uns den staubigen Boden an und sahen uns an.

Unser erstes Beet sollte auch wie ein Beet aussehen!!!

Wir entschieden uns entgegen der Bedingungen für die Jungpflanzen. Liebstöckel und immerwährende Kresse pflanzten wir etwas abseits ins Gras und legten etwas Aushub drumherum. Wir hatten zwar die Erlaubnis von der Stadtverwaltung unseren Kompostmüll mit zum Grasschnitt des Sportplatzes zu bringen, fanden es aber erstmal super die Grasballen als Mulchschicht zu nutzen.

IMG_7287

Unser Hauptbeet bestückten wir mit den Jungpflanzen, deren feuchte Würzelchen vom Boden wie Löschpapier ausgesaugt wurden. Dazwischen streuten wir noch einige Ringelblumensamen.

IMG_7288

IMG_7263

Wir gossen das Ganze an und überließen es der sengenden Sonne…

Danach kehrten wir noch bei „Mevemanns“ ein und genossen gemeinsam Juttas frisch gebackenes Brot und meine berühmte Brennnesselbutter. Frank durfte auch probieren 🙂

 

Und nun gehe ich um 5.30 Uhr mit zwei 10 und 5 kg schweren Gießkannen durch Deckbergen um unser Beet zu gießen…

IMG_7301

Nächsten Freitag geht es weiter. Gleiche Zeit, gleicher Ort!

 

 

Essbares Land

 

 

Raumschiff Erde, Logbucheintrag vom 9.5.2016

 

Wir befinden uns auf dem Raumschiff Erde mit der Mission „Essbares Land“.

Hier spricht Birgit B. Brinkmann.

 

Es ist Mai. Wonnemonat. In meinem Garten explodiert die Natur.

Obwohl ich nicht gesät und gepflanzt habe, gibt es mehr zu ernten, als ich verarbeiten kann.

Giersch, Brennnessel, Löwenzahn, Gundelrebe, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Waldweidenröschen, Brombeerblätter, Klettenlabkraut, Purpurnessel, wilde Kresse und vieles mehr. Das Superfood aus der Natur kommt ganz von selbst und hat alles, was der menschliche Körper zum Leben braucht.

Allein die Brennnessel enthält alle notwendigen Ernährungsgrundbausteine wie beispielsweise Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett.

Auf den Feldern finden wir Monokulturen. Ok. Das muss wohl so sein.

Auf dem Foto, das ganz beliebig irgendwo in Deutschland aufgenommen sein könnte, gestern von mir dokumentiert, sieht man ein frisch bearbeitetes Feld – und einen braunen Ackerrand.

 

Nanu?

Laut Wikipedia ist der Ackerrand : „ … ein Randbereich an Äckern, der ohne den Einsatz von Herbiziden und Pflanzenschutzmitteln bewirtschaftet wird, damit sich dort Ackerwildkräuter und die an sie angepasste Tierwelt ausbreiten und überleben können. …“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Ackerrandstreifen ).

Seit 25 Jahren gehe ich in der Kulturlandschaft um Deckbergen zwischen den Feldern spazieren und entdecke weder typische Wildpflanzen, noch typische Tierwelt.

Na gut, Deckbergen ist eben besonders ordentlich, der Mensch steht im Vordergrund.

Also finden wir für den Menschen essbares am Ackerrand?

Nö!

So lange ich denken kann, wächst am Deckberger Ackerrand Gras. Denn Getreidefelder werden gegen zweikeimblättrige Pflanzen gespritzt. An den Rapsfeldern wächst dazwischen manchmal Ackerstiefmütterchen und Hirtentäschelkraut, die typischen Begleitkräuter von Raps. Die werden aber spätestens im Mai abgesenst. Der Grasschnitt bleibt drauf liegen. Ich habe massenweise Fotos mit gammelndem Gras auf Ackerrandstreifen.

Im Wonnemonat Mai!

Doch dieses Jahr wird das anders. In Deckbergen!

Die Menschen in Deckbergen mögen es ordentlich. Also kein Wildkraut am Ackerrand. OK.

Dann vielleicht Kulturgemüse am Ackerrand. Kulturpflanzen in der Kulturlandschaft. Werden die Deckberger Bauern auch das Kulturgemüse am Ackerrand vernichten?

Wir werden es sehen.

 

Am Freitag, den 13.Mai 2016, wird ein kleines Testbeet angelegt.

Treffpunkt ist an der Feldwegverlängerung der Straße „Lehmkuhle“ in Deckbergen.  Am Sitzplatz um 17 Uhr.

Wer mithelfen möchte ist herzlich dazu eingeladen.

Willkommen sind außerdem:

Jungpflanzen und Saatgut von Gemüse und einjährigen Blütenpflanzen, mit essbaren Blüten.

Gefüllte Gießkannen und entsprechendes Gartengerät.

Und natürlich etwas für das kleine Picknick hinterher!

Das schöne Wetter ist bestellt …

Raumschiff Erde

Raumschiff Erde, Logbucheintrag vom 1.5.2016

Wir befinden uns auf dem Raumschiff Erde mit der Mission „Essbares Land“. Hier spricht Birgit B. Brinkmann.

 

Was bisher geschah:

18.03.2016

Folgende E-Mail versendete ich an meine „Nesselblätter“:

 

Betreff: Der Frühling ist da

Hallo liebe Nesselblätter,

 

Ich plane in Anlehnung an die Bewegung des Urban Gardenings in den Städten, etwas Entsprechendes auf dem Land: eine Art angekündigtes Guerilla Gardening.

  • Wer kennt Landwirte, die nichts gegen eine Bepflanzung mit Gemüse und nützlichen Blütenpflanzen an ihren Ackerrändern hätten?
  • Wer weiß wann die nächste Ortsratssitzung ist?
  • Gibt es ein Vorbereitungstreffen für den 1. Mai?
  • Weiß jemand von euch, welche Art von Bepflanzung am neuen Sportplatz geplant ist?
  • Wer von euch hat Lust mitzumachen und die Idee weiterzutragen, um noch mehr Aktive zum Mitmachen zu motivieren?

Liebe Grüße und für alle Fälle schon mal schöne Osterwünsche für euch,

Birgit

 

19.03.2016 und 23.03.2016

Erste Informative Antworten treffen ein, unter Anderem: Ortsratssitzung ist am 20.04.2016 um 19 Uhr! Da will ich hin!

05.04.2016

Ich schaue mir die Ackerränder um den neu gebauten Sportplatz an. Stelle unter anderem fest, dass ein Bürger immer noch, wie in jedem Jahr den Rasenschnitt aus seinem Privatgarten auf dem öffentlichen Ackerrand entsorgt, und überlege, ob man nicht kleine Nester aus dem Grünschnitt machen könnte, um dort nährstoffliebende Kulturpflanzen einzusetzen – aber die Schnecken…

12.04.2016

Ich verliebe mich in einen Ackerrandstreifenabschnitt gegenüber einer Sitzbank. Der Platz wäre perfekt für  eine erste Aktion!

Ich spreche mit dem langjährigen Vorsitzenden des Heimat- und Verschönerungsvereins Schaumburg, der jeden kennt und alles weiß und erfahre, dass es inzwischen einen neuen Vorsitzenden gibt. Ich bekomme den Namen eines Landwirts, der  mir vielleicht weiter helfen kann.

Nach einigem Hin und Her kommt es zu einem Telefongespräch mit dem empfohlenen Landwirt. Es stellt sich heraus, dass sein Sohn das ausgeguckte Feld bewirtschaftet. Er rät mir dringend davon ab. Sein Argument: Der Streifen wird zwangsläufig bei der Bewirtschaftung vom Trecker überfahren. Wir diskutieren noch eine Weile über Bienen, Pflanzenschutzmittel und essbare Wildpflanzen.

Unser Gespräch endet etwas abrupt…

 

15.04.2016

erster Kontakt zum Vorsitzenden des SC Deckbergen-Schaumburg, mit der Frage nach einem Bepflanzungsplan für den neugebauten Sportplatz Deckbergen. Antwort: Er ist nicht zuständig, sondern der Bauhofleiter der Stadt Rinteln.

18.04.2016

Frage per E-Mail nach einem Bepflanzungsplan für den neugebauten Sportplatz Deckbergen an den Bauhofleiter in Rinteln.

20.04.2016

in der öffentlichen Ortsratssitzung  stellte ich dem Ortsrat Deckbergen mein Projekt vor und bitte um Unterstützung. Diese wurde mir, zunächst vom Ortsbürgermeister, in Form einer Weiterleitung einer Information an die örtlichen Landwirte, nach Erhalt einer entsprechenden schriftlichen Info meinerseits an ihn, zugesagt.

Am 22.04.2016 bekam er die folgende Info:

Essbares Land

Diese Info sendete ich zeitgleich an die örtliche Presse, den Bürgermeister  und die Demografiebeauftragte der Stadt Rinteln, die untere Naturschutzbehörde Schaumburg, den Verkehrs- und Verschönerungsverein Schaumburg und Steinbergen, den Touristikverband Schaumburger Land, das Touristikzentrum westliches Weserbergland, den Naturpark Weserbergland, die Schaumburger Landschaft, den Museumsleiter in Rinteln, den SC Deckbergen-Schaumburg, den Stadtgärtner Rinteln, den Kindergarten in Deckbergen, die Grundschule in Deckbergen, dem Schulbeauftragten der Stadt Rinteln, den Nabu Rinteln und Landkreis Schaumburg, den Imkerverein Schaumburg, dem Seniorenverband Schaumburg, einige mir bekannter Deckberger und Schaumburger, einer mir bekannten Lehrerin und an einen mir bekannten Landwirt.

 

Eine Rückmeldung bekam ich von Ortsbürgermeister, von der Demografiebeauftragten der Stadt Rinteln, der Vorsitzenden des Nabu Kreisverband Schaumburg und einer befreundeten Deckbergerin, die am vereinbarten Termin nicht konnte, mir aber ihre Hilfe zusicherte.

 

29.05.2016

Ortsbegehung zu zweit. Eine befreundete Deckbergerin wird detailliert in Kenntnis gesetzt und an heikle Stellen geführt, unter anderem an eine stinkende Güllegrube am Parkplatz der Sportplatzes, wo seit Jahren der Rasenschnitt des Fußballplatzes zwischengelagert  wird. Sie ist entsetzt und hoch motiviert. Ich erzähle ihr von der Idee, den Platz ebenfalls für den Kompostmüll unseres Projektes zu nutzen und beispielsweise mit Kürbissen zu bepflanzen.

Wir werden Kontakt zu den zuständigen Stellen aufnehmen…

 

30.05.2016

Am Samstagmorgen stand ein Hinweis auf das Treffen am gleichen Tag mit Foto im Schaumburger Wochenblatt.

IMG_7076

Zum vereinbarten Termin hatte ich dann ein ausführliches und  exklusives Gespräch mit Stefanie Kunze vom Schaumburger Wochenblatt.

Der nächste Termin für die erste Bodenbearbeitung wurde für Freitag, den 13.5.2016 um 17 Uhr gefunden.

Bis dahin gilt es den bewirtschaftenden Landwirt des ausgeguckten Ackerrandstreifens ausfindig zu machen und zu überzeugen. Und jede Menge persönlicher Gespräche zu führen!

Bin gespannt, wie sich das Ganze entwickelt…

Weibchen im Topf

Auch die nach dem 1. Tag der Brennnessel herausgerupfte Wurzel des Brennnesselweibchens entwickelt sich prächtig.

Eingetopft und geschützt in einem offenen Gartenpavillon stehend, ist sie ihren Kollegen im Garten schon weit voraus!

Ein Trieb will schon ziemlich hoch hinaus, aber im Gegensatz zum geplanten Bonsai im Haus darf sie ungebremst wachsen. So einen brutalen Schnitt bringe ich nur beim Männchen übers Herz.

Sorry, liebe Menschenmänner 🙂

IMG_7069

Somo in Hannover

IMG_7058

Gestern fand der erste von 3 Rundgängen im Rahmen der berühmten und begehrten Sonntagsvormittagsveranstaltungen des Schulbiologiezentrums Hannover statt.

Mit allen Sinnen und viel Spass ging es bei schönstem Wetter und mit bestens gelaunten Teilnehmern  zum Thema: Nachhaltige Ernährung mit Brennnessel und Co. über das wundervolle Gelände zum Schauen, Staunen und Probieren.

Weitere Termine mit mir finden am 19.06.2016 und am 18-09.2016 jeweils von 10.30-12.00 Uhr dort statt.

Ich freu mich auch auf euch!

Grüner Spargel mit Brennnesselstampfkartoffeln

IMG_7033

Schnelles Samstagessen für eine Person:

5 Stangen vom gebratenen grünen Spargel (in Rapsöl und Bärlauchsalz) vom Vortag, auf ein Holzbrett legen und das untere Drittel in kleine Scheibchen schneiden.

3 Kartoffeln schälen, und klein schneiden, eine küchenfertige Zwiebel klein hacken und eine Handvoll klein geschnittene Brennnesselspitzen gemeinsam mit den Spargelscheibchen im Spargelsud ca. 10 min weich kochen. Abschmecken. Die Spargelspitzen kurz mit erhitzen und vorsichtig wieder herausnehmen, den Rest mit dem Kartoffelstampfer stampfen, auf einen Teller häufen und mit den Spargelspitzen und gerösteten Mandelstückchen garnieren.

Ich fand´s toll 🙂

 

Brennhild ist ein Name und auch ein Getränk, … ;)

Pfefferminze püriert.jpg

Aufgeschäumte Kräuter sind die Grundlage für den „Brennhild“

In dem Namen Brennhild stecken zwei Worte:  brennen und kämpfen. Ich brenne für einen Wertewandel in unserer Gesellschaft und kämpfe auf meine Weise dafür.

Der von mir erfundene „Brennhild“ symbolisiert für mich ein wichtiges Problem unserer Zeit:

Wir lieben Getränke mit Geschmack. Das natürlichste Getränk ist das Wasser. Ich bin in den 70er Jahren aufgewachsen, in meiner Welt spielte Wasser damals als Getränk keine Rolle.

In meiner Familie gab es für die Kinder Kakao oder schwarzen Tee zum Frühstück, für die Erwachsenen Kaffee. Mittags, zwischendurch und abends gab es dazu noch Limonaden und Säfte jeglicher Geschmacksrichtung. Für die Erwachsenen gab es Bier, Wein oder andere Spirituosen. Als legitimes, alkoholfreies, erwachsentaugliches Getränk war eine koffeinhaltige Limonade da, die es für Kinder erst gab, wenn sie groß genug dafür waren.

In den letzten Jahren hat sich in Deutschland in Punkto Trinkverhalten viel geändert. Wasser wurde salonfähig. Erst Mineralwasser, dann sogar Trinkwasser aus der Leitung.

Trotzdem spielt das Getränk mit Geschmack immer noch eine große Rolle.

Auch bei mir.

Ein Getränk ist in unserer zivilisierten Welt eben nicht nur da um den Durst zu stillen. Es ist Ausdruck von Gastfreundschaft, Wohlbefinden, Geselligkeit, spontanem Beisammensein, Prestige, kleiner Mahlzeit, Ausgelassenheit, …

…und leider auch Ausdruck unserer Fehlernährung!

Wir extrahieren einzelne Bestandteile aus unserer  Nahrung, beispielsweise für Kaffee, Tee oder Saft, obwohl unser Körper für eine gesunde Ernährung das komplette Nahrungsmittel braucht.

Eine Ausnahme bildet der Smoothie, der eine komplette Mahlzeit bildet. Aber auch er ist kritisch zu sehen. Ein großer Teil der Verdauungsarbeit beginnt beim Zerkauen unserer Nahrung. Diese wichtige Stufe erledigt beim Smoothie die stromverbrauchende Maschine.

Die Idee für den Brennhild kam mir bei meinen Aktionen mit Brennnesseln. Das einzige Nahrungsmittel aus Brennnesseln, das die meisten Teilnehmer kannten, war der Brennnesseltee! Das fatale bei der Brennnesselteebereitung ist, dass der wertvollste Teil der Brennnessel weggeschmissen wird. Das einzige was sich im Tee wiederfindet sind ein paar wasserlösliche Bestandteile, die in dieser Konzentration bei einigen gesundheitlichen Problemen nützlich sind.

Die meisten dieser Probleme treten allerdings genau deshalb auf, weil wir uns nicht vollwertig ernähren.

Wie so oft wird die Wirkung behandelt, nicht die Ursache.

Der Brennhild hilft dabei, diese Problematik zu erkennen. Wir haben plötzlich nicht nur die Kräuterschorle, bzw. den Teeextrakt, sondern auch noch Eiweißschaum, der ein Apfelmus aufwertet, oder die Grundlage für eine vegane Mayonnaise sein kann, und kleingehackte Kräuter, die vielfältigst verwendet werden können …

Brennnesselbonsai

IMG_6981

Ja, sie lebt noch!

Die erste Brennnesselpflanze hat den Winter in meinem Haus überstanden. Gesund und munter und das trotz einer Kompletternte für die winterliche Brennnesselmahlzeit 🙂

Ich hab sie jetzt in eine Glasvase vor einen Blütenkalender gepflanzt, wo sie nun hoffentlich den Sommer ebenfalls überlebt. Sowie die ersten Seitentriebe wachsen, kann es los gehen: die Erziehung zum Bonsai 🙂

Ja, ihr habt richtig gelesen: ein Bonsai soll daraus werden  🙂

Der erste Brennnesselbonsaistrauch der Welt!

Drückt mir die Daumen…

 

 

Unverhofftes Brennnesselkunstwerk

Das Schöne daran, wenn man sich für etwas einsetzt,  ist, dass man immer wieder mit neuen, spannenden  Menschen in Kontakt kommt und manchmal sogar reich beschenkt wird.

Christine Antonczyk ist eine Künstlerin, die sich schon seit langem mit ihren Kunstwerken auch politisch engagiert. Ihre unterschiedlichen Schaffensphasen an verschiedensten Orten prägt sie zusätzlich durch dafür kreierte Namen, unter denen sie dabei arbeitet.

Wir trafen uns unbekannterweise zu einem Gespräch in ihrem Wohnladen in Hannover, in ihrem Nirgend House, einem interaktiven Ort im Stadtteil Linden, an dem sie zurzeit ihre Feldforschungen betreibt.

Auch Christine Antonczyk liebt essbare Wildpflanzen und schuf für sie eine Kunstreihe, die uns daran erinnern soll, dass Brennnessel und Co. dringend in unseren Einkaufsbeutel gehören.

Zwei davon bekam ich als Geschenk! Im Inneren der Beutel befinden sich Zettel mit der Beschreibung der jeweiligen Lieblingspflanze.

Wie gefallen Sie euch?IMG_6980

Habt ihr auch Kunst mit, aus oder über Brennnesseln? Dann macht mit beim Nettle Art Contest