Das soziale Brennnesselbrot – Ein Projekt, das schmeckt ;)

Brennnesselbrote haben Zukunft!

Brennnesselbrote haben Zukunft!

Das soziale Brennnesselbrot

 

Seit 3 Jahren wird beim Frühlingsfest in Steinbergen Brennnesselbrot verkauft. Als ganzes Brot oder wahlweise als Scheibe mit würziger Wildkräuterbutter oder wilder Frühlingsremoulade dekoriert mit essbaren Blüten der Saison.

In Kooperation mit der Bäckerei Bredow entsteht ein einzigartiges: warmes knuspriges Steinofenbrot mit frischen, von Hand gepflückten, Brennnesseln.

Die Brote sind inzwischen heiß beliebt. Herr Bredow würde sie gern in sein Brotsortiment aufnehmen, aber wo sollen die frischen Brennnesseln herkommen?

Es gibt in ganz Deutschland kein einziges Brennnesselfeld! Und das ich täglich frische Brennnesseln von Deckbergen ins 9 km entfernte Rinteln bringe, steht in keinem Verhältnis zu Preis oder gar ökologischem Aufwand.

Also, was tun? Um die Nachfrage bei den von mir persönlich aufgeklärten und überzeugten potenziellen Kunden befriedigen zu können und ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis gewährleisten zu können, müssen Brennnesselfelder her. Das ist nicht so leicht.

Einfach aussäen, ein paar Monate wachsen lassen und ernten funktioniert hier nicht. Die große Brennnessel ist eine Staude, man kann sie theoretisch aussäen, das ist aber sehr langwierig und unsicher. In der Praxis werden Brennnesselfelder gepflanzt. Im Falle der Fasernesselfelder kostet so ein Anpflanzen von Jungpflanzen von Hand nach telefonischer Auskunft einer Landwirtin ca. 1000 Euro pro Hektar.

Hinzu kommt, dass ein solches Feld ein Jahr lang einwachsen muss. Die erste Ernte kann also erst 2 Jahre nach der Pflanzung erfolgen. Zum Vergleich ein paar Daten zum Spinatanbau: Der einjährige Spinat wird ausgesät, dann gepflanzt (maschinell oder per Hand?) , entweder einmalig als Rosette geerntet (7 kg/Quadratmeter) oder 3malig geerntet mit jeweils ca. 2 kg/Quadratmeter) und danach untergepflügt. Die Erntemenge von Brennnesseln dürfte ähnliche Mengen ergeben, nur mit dem Unterschied, dass ein einmal angepflanztes Brennnesselfeld etwa 6-7 mal pro Jahr geerntet werden kann und das nicht nur über Jahrzehnte sondern auch auf schattigen Flächen und ebenfalls im Rahmen der immer interessanter werdenden Agroforstbestrebungen.

Doch mit der Ernte ist es noch nicht getan: Frisch geerntete Brennnesseln müssen schnell verarbeitet werden! Um die Ernte eines ganzen Feldes zum Beispiel zu Brot zu verarbeiten bräuchte man eine größere Menge an Bäckereien. Wir haben für 500g Brot 70g frische Brennnesseln verwendet. Bei einer durchschnittlichen Feldgröße von ca. 2 ha also 20 000 Quadratmetern ergäbe das pro Ernte eine Menge von etwa 40 000 kg Brennnesseln!

Wenn man von einem Mindestanteil von 10 % Brennnesseln pro Brot ausgeht, ergibt das pro Ernte, bei 500g-Broten, eine Summe von 800 000 Broten.

Man bräuchte also ein paar mehr interessierte Bäckereien J

Dazu den nötigen Marketingmix aus Werbung, Distributionswegen etc.

Ich gebe zu, die Vermarktung der Brennnessel ist eine echte Herausforderung!

Diese Herausforderung steht jedoch genau im Zusammenhang mit der viel geforderten Ernährungswende. Die Bäcker laufen Sturm gegen die Konkurrenz der großen Konzerne. Gegen eine unüberschaubare Menge an gekennzeichneten und nicht gekennzeichneten Zusätzen, dem allgegenwärtigen Preisverfall, dem Verlust von Wissen der Verbraucher und des Know-How der Bäcker und vielem anderen mehr.

Am Beispiel der Brennnessel als Symbol unserer gegenwärtigen und zukünftigen Kultur und der Einführung des Brennnesselbrotes als nährstoffreiches, eiweißreiches und gesundes Grundnahrungsmittel kann etwas Einmaliges entstehen:

Ein Zeichen der Veränderung, ein gemeinsames Ziel von Produzenten und Konsumenten und eine gemeinsame, gemeinschaftliche und gesellschaftliche Anstrengung mit anderen Worten:

Das soziale Brennnesselbrot

 

Das Brot als ältestes von Menschen hergestelltes handwerkliches Produkt braucht Getreide, Wasser und Salz. Mehr nicht! Durch natürliche Bakterien und Hefen aus der Luft entstanden Natursauerteig und Hefeteig, die den Brotteig lockerer machten.

In Notzeiten wurde der Brotteig gestreckt durch sogenanntes Streckmehl. Dieses Streckmehl bestand aus getrockneten Wurzeln, Blättern und Samen. Auch frische pflanzliche Zutaten bereicherten das Brot unserer Vorfahren. Dieses Strecken des Brotes hielt unsere Ahnen gesund. So lange bis es nicht mehr um das Überleben der Gemeinschaft ging, sondern um den Profit des Einzelnen. Im den Zivilisationen der Vergangenheit kam es immer wieder zum Strecken des Teiges mit Gesteinsmehl zur Gewichtsmanipulation. Der Begriff des Streckmehls bekam eine negative Bedeutung.

Ein Produkt wie das soziale Brennnesselbrot mit einheitlicher Grundrezeptur hätte viele Vorteile: es gewährleistet dem Kunden überschaubare und nachvollziehbare natürliche Zutaten: Getreide, Wasser, Salz, Hefe und/oder Natursauerteig und last not least einem mindestens 10 prozentigen Anteil frischer Brennnesseln, für die unmerkliche Anreicherung eines Grundproduktes mit Gemüse, bekanntlich eine Nahrungsmittelgattung die bei heutigen Ernährungsgewohnheiten oft zu kurz kommt (im Winter eine entsprechende Menge getrockneter Brennnesselblätter und Brennnesselsamen). Die jeweiligen Bäcker hätten trotzdem noch kreativen Spielraum der individuellen Herstellung (verwendete Getreidesorte oder –mischung, Brennnesselmenge, Salzmenge…).

Doch nicht nur das: Es könnte das erste Brot mit einer freiwilligen Preisbindung sein! Ein fairer Preis, der sich errechnet aus dem Kilopreis frischer Brennnesseln (gegenwärtig fair für maschinengeerntete Frischware wären etwa 3 Euro pro kg), der anderen Zutaten und den Betriebs- und Personalkosten der Produzenten. Ich denke ein Durchschnittspreis von 3 Euro wäre derzeit realistisch. Dies würde bedeuten, dass bei großen Produzenten eine größere Gewinnspanne entstehen würde, als beim kleinen Bäcker um die Ecke.

Was macht man mit dieser Gewinnspanne? Es gibt 2 Möglichkeiten: entweder die kleinen Bäcker bekommen das Grundbrot, genauso wie Supermärkte und Co. fertig in die Bäckerei geliefert und haben mehr Zeit für andere individuelle Backkreationen, oder die unverhältnismäßigen Gewinne der großen Bäckereikonzerne werden einem allgemein förderndem Zweck beispielsweise der Forschung und Innovation von neuen Grundnahrungsmitteln zugeführt.

Wer macht den Anfang? Wo entsteht das erste Brennnesselfeld für die Nahrungsmittelproduktion in Deutschland?

 

Am 02.08.2015 findet der erste Tag der Brennnessel statt. Er soll dazu dienen die vergessenen Vorzüge der Brennnessel in die Öffentlichkeit zu tragen. Er wird im Gemeinschaftsgarten Tausendschön in Minden stattfinden. Hoffentlich finden sich bis dahin außerdem noch viele andere Organisatoren, die parallel dazu Veranstaltungen auf die Beine stellen.

Der Monat August wurde nicht zufällig ausgewählt: zusätzlich zu den frischen Brennnesseltrieben, können in dieser Zeit auch die wertvollen Brennnesselfrüchte geerntet werden. Außerdem lässt sich dann einfach feststellen, ob eine Brennnessel weiblich oder männlich ist.

Wenn man ein Brennnesselfeld anpflanzt, sollte man dafür Brennnesselweibchen auswählen. Im Gegensatz zu den männlichen Exemplaren, lassen sie sich nicht nur regelmäßig als frisches Blattgemüse ernten (etwa 1 mal im Monat in der Vegetationszeit) sondern können auch alternativ als Faserpflanze genutzt werden, die parallel zur Faser hochwertige Früchte für die Lebensmittelherstellung und Blätter für die Düngemittelproduktion, bzw. als Tierfutter o.ä.

Da wir in der Vorbereitung des Brennnesselfestes sowieso bei der Ernte der Samen die Brennnesselweibchen in der Hand haben, könnten wir sie auch herausziehen, und die Wurzeln mitnehmen um ein Feld damit anzupflanzen. So mancher Grundstücksbesitzer würde sich freuen von den Pflanzen befreit zu werden 😉

Wir haben für die Brennnesselernte für´s Frühlingsfest in Steinbergen zu Dritt 20 Minuten gebraucht um 1,5 Kg frische Brennnesseln zu pflücken. Wir haben die Stängel nicht gezählt, aber 1000 waren es mindestens. Wie viele Stecklinge braucht man wohl für ein 2 ha großes Feld? 16 pro Quadratmeter? 160 000 pro ha, also 320 000 Wurzeln für ein 2 ha großes Feld! Man bräuchte also für ein durchschnittlich großes Feld von 2 ha etwa   320 Freiwillige, die etwa 1 Stunde arbeiten, um die Stecklinge zu ernten und mindestens ebenso viel Zeit um die Stecklinge zu pflanzen. Ausgehend von einem Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde würde für die Gesellschaft durch die Pflanzung eines 2 ha großen Brennnesselfeldes ein finanzieller Mehrwert von 5 440 Euro entstehen. Mal ganz abgesehen von dem Wert, den das Feld in den kommenden Jahren einbringen wird!

Wird es gelingen Landwirte zu finden, die geeignete Flächen ohne Geld zur Verfügung stellen, und genug Freiwillige zu mobilisieren? Einfach um zu beweisen, dass die Gemeinschaft mehr erreichen kann, als alle Förderprogramme und alles Geld der Welt? Einfach um zu beweisen, dass Geld umgewandelte Arbeitskraft ist und Arbeitskraft nicht auf der Bank liegt?

Und wenn es gelingt, das erste soziale Brennnesselfeld Deutschlands anzupflanzen, Wird es gelingen Nahrungsmittelproduzenten zu gewinnen, die im Rahmen der Corporate Social Responsibility an dem Projekt mitzuarbeiten? Oder sogar einfach aus Vernunftgründen oder aus Solidarität?

Oder wird es gar gelingen deutschlandweit das soziale Brennnesselbrot in den Regalen zu etablieren? Zu einem einheitlichen Preis? Einfach weil auch Institutionen wie die Landwirtschaftskammer oder die zuständigen Ministerien mithelfen?

Wird es in der Zukunft gleichen Lohn für gleiche Arbeit und gleiche Preise für gleiche Leistungen geben oder einfach eine Gemeinschaft, die füreinander da ist?

Ich bin gespannt!

Dies ist eine erste Ideenskizze. Für Kritik (auch positive ;)) und Anregungen bin ich sehr dankbar!

 

Die Brennnessel und die Saatgutlobby

Felder mit einjährigen Ackerfrüchten sehen mindestens 2 x im Jahr so aus

Felder mit einjährigen Ackerfrüchten sehen mindestens 2 x im Jahr so aus

Die Bauern, die heute im Ackerbau tätig sind, vermehren ihr Saatgut kaum noch selbst. Sie bekommen jährlich ein „rundum sorglos Paket“ bestehend aus Saatgut, „Pflanzenschutzmittel“, Dünger und Co.

Durch die Marktdominanz der Saatgutkonzerne, zunehmende Saatgutpatentierungen und konzernfreundliche Gesetzgebungen geraten Landwirte heute zunehmend in Gefahr kriminalisiert zu werden, wenn sie ihr eigenes Saatgut züchten und damit handeln. Sie sind zunehmend ohnmächtig gegenüber den großen Konzernen, Börsenpreisen und der Zerstörung ihrer eigenen Existenzgrundlage.

Seit 2014 gibt es vom Bundeslandwirtschaftsministerium Fördergelder (3 Mio. Euro) für den verstärkten Anbau heimischer Eiweißpflanzen. Die sogenannte Eiweißpflanzenstrategie des BMEL. Interessanterweise handelt es sich bei diesen geförderten heimischen Eiweißpflanzen ausschließlich um Leguminosen! Mal abgesehen davon, dass es sich bei den heimischen Leguminosen, wie Ackerbohne, Erbse und ähnlichen fast ausschließlich um einjährige Pflanzen handelt, …“ergeben sich interessante Marktnischen für in Deutschland erzeugtes Soja.“ (BMEL Pressemitteilung Nr.174 vom !5.06.12; http://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/2012/174-Eiweisspflanzenstrategie.html?nn=312878). Die Sojabohne eine heimische Ackerpflanze?

Wenn es eine Eiweißpflanze in Deutschland gibt, die man als „heimisch“ bezeichnen kann, dann ist das die große Brennnessel. Aber im Gegensatz zu den meisten angebauten Nutzpflanzen ist die Brennnessel eine Staude. Einmal angepflanzt kann sie mehrfach im Jahr geerntet werden und das von April bis November und vor allem über Jahrzehnte!

Ein Desaster für die Saatgutkonzerne. Zugegeben!

 

Die Brennnessel und die Marktwirtschaft

Brennnessel erobert Baumstumpf

Brennnessel erobert Baumstumpf

Deutschland war einst ein riesiges Waldgebiet mit großen Lichtungen. Riesige Herden von Pflanzenfressern hielten diese Lichtungen frei von Bäumen und Sträuchern. Auf diesen Lichtungen ließen sich bevorzugt Menschen nieder und dehnten sie noch weiter aus.

Die Brennnessel war allgegenwärtig. Sie folgte den Menschen. Denn Menschen hinterließen nährstoffreichen Abfall, der Brennnesseln die beste Lebensgrundlage bot.

Die Menschen früher nutzten alles, was sie in ihrer Umgebung fanden, und so wurden Brennnesseln vom Menschen sowohl als Lebensmittel als auch für verschiedenste andere Nutzungen eingesetzt.

Heute bestimmt die Nachfrage das Angebot. Kinder essen lieber Süßigkeiten, als Gemüse. Erwachsene essen lieber Pizza als Weizenkeime.

Heute sind viele Deutsche ernährungsbedingt krank.

Brennnesseln essen hält gesund und fit:)

Brennnesseln sind da. Sie wachsen ganz von allein! Lasst sie uns endlich wieder nutzen!

Mit dem Brennnesselröllchen unterwegs

Brennnessel-Bärlauchröllchen

Brennnessel-Bärlauchröllchen

Ihr fragt euch, wie sich die Leute vor Ackerbau und Viehzucht ernährt haben? Was haben sie gegessen, wenn sie unterwegs waren? Zum Beispiel ein Wildpflanzenröllchen:

Einfach Wildpflanzen eurer Wahl zusammenrollen und genießen. Ein echter “Powersnack made by nature”.

Diese Technik eignet sich auch bestens für Brennnesseln. Einfach ein nicht brennendes Blatt aussuchen (Bärlauch, Knoblauchrauke, entdornte Brombeerblätter … ) um ein schönes Brennnesselblatt wickeln und zusammenrollen.

Guten Appetit 😉

Einladung zur kulinarischen Entdeckungstour

Einfach ganz laut Brennnesseln und Co. essen und die Brennnessel als Kultursymbol entdecken!
Hier ist die Einladung von Greenfairplanet:
Ihr Lieben,
alles grün macht der Mai. Im Gemeinschaftsgarten Tausendschön präsentieren sich Giersch, Bärlauch, Brennnessel, Waldmeister, Gundermann, Knoblauchrauke. „Kann man essen“  , meint die Wildkräuter Expertin Birgit Brinkmann.
Gemeinsam bei einer kulinarischen Entdeckungstour probiert, gestaunt aber auch erfahren, was die wilde Küche zu bieten hat.
Sonntag, 10.Mai  Muttertag   14-16 Uhr
Gemeinschaftsgarten Tausendschön , Aminghauser Heide 11, 32423 Minden – Leteln.
Wir freuen uns auf Sie/Dich!
Tausendschöne Grüße
das Garten-Team
PS:  Kinder dürfen Vogelhäuser zum Mitnehmen anmalen. Gemeinsam werden wir alte Kartoffelsorten 
in Töpfen für Balkon und Terrasse  pflanzen. Bitte einen großen, hohen Blumentopf oder 10l Eimer mitbringen. Kostenpauschale für Erde und Kartoffeln 3 €.  Vom Bulthof wird der mobile Hühnerstall im Garten sein.
 
 
 
GreenFairPlanet e.V.
Blücherstr.1
32423 Minden
0571-93415707
Fax: 0571-93415709
 

Brennnessellobby – Protest kann-man-essen

Der Hungerstreik ist oft das letzte verzweifelte Mittel auf aussichtslose Situationen aufmerksam zu machen. Hätte ich mich vor 5 Jahren für den Hungerstreik entschlossen, war ich jetzt tot und vergessen!

Stattdessen entschloss ich mich dazu, so laut es geht Brennnesseln zu essen 😉

  • Dafür, dass ich von meiner Arbeit, die ich leiste, zukünftig auch unserer Zeit entsprechend leben kann
  • Für mehr Nähe von Mensch und Natur
  • Für verantwortungsbewusste Ernährungsgewohnheiten
  • Für ein neues gemeinschaftliches Gesellschaftsmodell
  • Für ein faires Steuersystem
  • Für faire Preise
  • Für die Integration Andersdenkender und Andersaussehender.
  • Für die Anerkennung des Menschen als soziales Wesen
  • Für alles, was in Gesellschaftsmodellen so unlösbar scheint und im Dialog so schnell zu klären ist
  • Für mehr Lust auf Neues

Und für die, die lieber gegen etwas sind 😉

Ich protestiere damit:

  • Gegen die Feststellung, dass ich von meiner Arbeit, die ich leiste nicht leben kann
  • Gegen die Entfremdung des Menschen von der Natur
  • Gegen unsere unreflektierten Ernährungsgewohnheiten
  • Gegen die Verstrickungen von Eliten, Politik und Wirtschaft
  • Gegen ein Gesellschaftssystem, das Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert
  • Gegen ein Steuersystem, das Steuern pauschal erhebt, statt nach Nutzen und Wirkung zu differenzieren
  • Gegen Preise, die sich nach Lust und Laune stündlich ändern, die nicht Grundprodukte von Luxusprodukten unterscheiden, geschweige denn die Umwelt- oder Gesundheitsauswirkungen berücksichtigen
  • Gegen die Ausgrenzung Andersdenkender und Andersaussehender
  • Gegen die Engstirnigkeit soziale Leistungen immer noch in ein kapitalistisches Geschäftsmodell einzubetten
  • Gegen die ständige Infragestellung des Menschen als soziales Wesen

Bitte unterstützt mich bei meinem Projekt 🙂Birgit_Nesseln_hochauflösend

Kochen mit Brennnessel und Co.

Wildpflanzenkochkurs am 24.04 2015 in Brennhilds Genießerhaus

Wildpflanzenkochkurs am 24.04 2015 in Brennhilds Genießerhaus

Alles wurde sofort schriftlich festgehalten ;)

Alles wurde sofort schriftlich festgehalten 😉

Kochen im Handumdrehen

Kochen im Handumdrehen

Viel gestaunt, geschrieben , geklönt und gelacht wurde beim Wildpflanzenkochkurs in Brennhilds Genießerhaus. Nach einer Führung durch meinen wilden Garten (die Erde kocht, die Pflanzen wandern und die Vögel nehmen gerade Haus und Garten auseinander um ein Versteck für ihre Eier zu finden) wurden begeistert frische essbare Blüten und Kräuter eingesammelt und am Menü gearbeitet:

Käsekrustenbrennies mit Wildpflanzensalat und Blütengarnitur

Orangenscheiben mit Gierschstängeln und Walnüssen

Gewürzbrot mit Hummous und Gierschblättern

Eier mit Brennnesselkaviar

Frischkäse mit Meerrettich, Vogelmiere und Radieschen

Apfelmus mit Pfefferminz-Zitronenmelissenschaum

Pfefferminz- Zitronenmelissenextrakt

Kaltauszug aus Traubenkirschenblüten

Nebenbei gab´s jede Menge nützlicher Tipps, z. B. wie man einen Löwenzahnkäsehappen zusammenbastelt. Laura, unsere Jüngste, hatte den Bogen schnell raus 😉

Beim gemeinsamen fröhlichen Schmausen wurden Ideen für eine Rintelner Hobbykoch- und Experimentiergruppe mit essbaren Wildpflanzen geschmiedet. Sie wird sich demnächst mit meiner fachlichen Begleitung der kulinarischen Herausforderung von Brennnessel und Co. stellen. Gäste und Interessierte sind herzlich willkommen und können sich ab sofort bei mir melden.

Tag der Brennnessel am 02.08.2015

Tag der Brennnessel

Tag der Brennnessel

 

 

Eigentlich kann jeder Tag der „Tag der Brennnessel“ sein. Die Brennnessel lässt sich jetzt, wo sie in den Gärten und überall in der Natur frisch sprießt, in praktisch jedes Menü integrieren. Anregungen und Rezepte gibt es von Brennnessellobbyisten und natürlich in der Literatur und im Internet.

Selbst im Winter könnten Nahrungsmittelproduzenten Brennnesseln in jeglicher Form anbieten, ob als vegane Brennies oder in der Fischfrikadelle, tiefgekühlt oder auf andere Weise konserviert. Dafür müsste sich allerdings einiges in unserer Gesellschaft ändern: die Wirtschaft müsste sich ihrer Verantwortung gegenüber dem Kunden und der Gesellschaft stellen, Politiker müssten entsprechende neue Gesetze verabschieden und Kunden müssten entsprechende Produkte wertschätzen.

Man kann aber nur lieben, was man kennt! Deshalb gibt es jetzt die Brennnessellobby! Im Gegensatz zu den bekannten monetär- und machtorientierten Lobbys unserer Gegenwart, handelt es sich bei der Brennnessellobby um eine gemeinnützig orientierte Lobby!

Um wirklich ein Umdenken zu erreichen bekommt die Brennnessel jetzt von der Brennnessellobby ihren eigenen Tag!

Der beste Zeitpunkt für einen solchen Tag ist der August, wenn die Brennesselweibchen die kostbaren grünen Früchte tragen und die ersten Stängel zu Brennnesselfasern verwoben werden können.

Seid am 2 August 2015 dabei von 14.00 -18.00 Uhr im Gemeinschaftsgarten Tausendschön mit Birgit „Brennhild“ Brinkmann und Greenfairplanet in MInden oder macht euer eigenes Fest und postet es auf den Brennnessellobbyseiten im Internet!

Brennnesseltasche

 Diese lecker gefüllte Brennnesseltasche müsst ihr unbedingt probieren.Fastfood für das gute Gewissen 😉

Brennnesseltasche

Brennnesseltasche

 

 

Eine Brennnesseltasche ist schnell zubereitet, auch für den Singlehaushalt, und eignet sich zusätzlich perfekt zum Mitnehmen und somit zum Verkaufsprodukt.

 

Hier die Zubereitung für eine Tasche:

 

2 Handvoll frische Brennnesseltriebe mit etwas Wasser, Salz und Bär- oder Knoblauch in ca. 5-10 min gardünsten. Etwas aus drücken, damit überschüssige Flüssigkeit entweicht. In der Zwischenzeit entweder einen Teig herstellen oder einen fertig gekauften Wrap in der Pfanne erhitzen. Schafskäse und Tomaten kleinschneiden und mit der warmen Brennnesselmasse vermischen. In den Wrap einwickeln und genießen oder aus dem Teig einen Wrap herstellen und füllen oder die Füllung in den fertigen Teig einschlagen und wie gefüllte Pizza im Backofen backen oder als Flammkuchen backen, oder … ?