Feldsalat

So, es ist jetzt 6.45 Uhr und ich habe mich endlich entschieden, was ich heute in der open hour der Veranstaltungsreihe „Sonntag in der Brennnessellobby“ mache.

Es gibt Häppchen vom Rotkohl mit Meerrettichcreme und Rote Beete Carpacciohäubchen, Gurkensticks mit Brennnessel-Minze-Dip und als Kochvorführung habe ich heute einen Feldsalataufstrich im Programm.

Ihr wundert euch, das ich Feldsalat thematisiere? Feldsalat ist auch eine essbare Wildpflanze! Und somit eine wertvolle regionale und nachhaltige Nahrungsquelle. 100 g enthalten immerhin 2 g Eiweiß und wichtige ungesättigte Fettsäuren. Vitamine und Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe. In meinem Garten wächst er inzwischen auch und sogar auf meinem Versuchsbeet am Ackerrand in Deckbergen hat ein Pflänzchen zwischen 2 Maulwurfshügeln überlebt 🙂

Zur Feier des Tages habe ich ein paar Frühblüher aus meinem Frühlingszimmer geholt.

Ich mach mich jetzt an die Arbeit und ihr macht euch hoffentlich auf den Weg zu mir.

 

Wir sehen uns um 11.00 Uhr!

 

Für Regentage wie diesen habe ich auch noch ein regenfestes Schild improvisiert: ein altes Kunststoffküchenschneidebrett. Das habe ich das letzte Mal vor gefühlten 20 Jahren benutzt.

Und so sieht es jetzt aus:

 

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Mein improvisiertes Regenschild aus einem „Kunststoffbrett Stehrümchen“ :). Löcher und Hängeband kommen noch dazu!

 

 

 

open hour

So, gestern hat sie nun zum ersten Mal stattgefunden, die open hour in der Brennnessellobby.

Im Schnee!

Ich hatte mir einen Ehrengast eingeladen, mit dem ich 3 gemütliche Stunden verbrachte. Völlig ungestört.

Bin gespannt auf die nächsten Wochen.

 

Sonntag in der Brennnessellobby

Neu! Neu! Neu!

Ab dem 20.01,2019 gibt es jeden Sonntag um 11.00 Uhr die Möglichkeit, Praktische Beispiele zum Thema Nachhaltigkeit zu entdecken. Hier könnt ihr meine Brennnesselküche life erleben und Kostproben mit essbaren Wildpflanzen genießen.

Es gibt natürlich auch Tipps für dekorative Lifestyle Ideen und Rat und Tat für eure persönlichen Lebensfragen.

Ich freu mich schon auf euch!

Veranstaltungsort: Brennnessellobby, Agnes-Nordmeier-Weg 7, 31737 Rinteln-Deckbergen

Kosten pro Person: 5 Euro

 

Außerdem habe ich jeden Sonntag auch Ehrengäste dabei. Lasst euch überraschen!

Hauptthema am 20.1 ist natürlich die selbstgezogene Kräuterküche. Mein Kräutergarten auf dem Esstisch verändert sich täglich, aufessen und neu heranziehen – das ist der Januar!

 

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Jeden Tag ein neues Bild: Grünzeug selbst erzeugt!

 

Wenn auf dem Esstisch die Kräuter wachsen…

 

… dann ist bestimmt Januar!

Jetzt wird bei mir wieder alles zum wachsen gebracht, was nicht weglaufen kann.

Alle transparenten Gefäße werden zweckentfremdet. In Einmachgläsern sprießen die Samen, Schnapsgläser werden zu Gewächshäusern umfunktioniert, Blumentöpfe mutieren zu Vasen.

Die Samentüten werden geplündert, die Küchenvorräte durchforstet und selbst der Kühlschrank bietet Nachschub für meine Experimentierwut.

Nachdem ich in den letzten Jahren schon diverse Salatsorten wiederbelebt habe, bin ich jetzt mal gespannt, ob ich den Wirsingrest wieder zum Wurzeln bringe. Dafür habe ich ihn, genauso wie beim Salat, Staudensellerie und Co., sorgfältig wochenlang Blatt für Blatt von außen nach innen geerntet, bis aus dem Kopf nur noch ein blasses nicht mal faustgroßes Kügelchen übrig blieb.

So und nun schau ich ihm und seinen Kollegen beim Wachsen und Wurzeln kriegen zu.

Die Kresse ist wie üblich die schnellste.

Ich freu mich schon auf die erste Degustation.

übrigens:

Ab Sonntag dem 20.01.2019 um 11 Uhr öffnen sich in der Brennnessellobby in Deckbergen zum ersten mal die Türen für alle Interessierten. Dann könnt ihr euch meine Experimente „life“ anschauen.

Der Auftakt für eine neue Veranstaltungsreihe. Doch dazu später mehr!

 

 

 

 

 

 

Im Goldrausch

 

Es hat mich erfasst!

Wochenlang habe ich den Kaufimpulsen tapfer widerstanden, habe mich den Paillettenpullovern, den Paillettenkissen , den Paillettentaschen entzogen, die mich in ihren optischen Bann zogen. Ich hatte sogar einen blau-grün schimmernden Plüschfisch mit Kulleraugen in der Hand, von dem ich mich mühsam losreißen musste!

Und immer wieder habe ich mich streng in die Schranken verwiesen. Ich habe mich erinnert an das schwarze, lange Neckholderabendkleid, das ich als Kind an meiner Mutter bestaunte und das an der Brust mit unzähligen blauschimmernden Pailletten besetzt war. Und mich erinnert, wie ich beim abendlichen Abschied mit meinen langen Haaren schmerzhaft an ihr und ihrer Glitzerbrust kleben blieb.

Ich habe über die Versuchung triumphiert, weil ich gerade in unzähligen „Müll und Recycling“ Kursen im Schulbiologiezentrum Hannover Massen von Schulkinder darüber aufgeklärt habe, wie schwierig Kunststoffe für die Umwelt sind.

Und nun sitze ich seit Stunden fasziniert am Esstisch, staune über die Reflektionen des 1m x 0,60m großen silber-goldenen Wendepaillettendekostoffstückes.

Und bin stolz über meine Anschaffung.

Ich habe es wie all die Einrichtungselemente meines Baukastensystems sorgfältig ausgewählt:

  • es ist vom Design her zeitlos schlicht
  • es hat eine schwarze Basis, auf die silberne, gewendet goldene Pailletten aufgenäht sind (Wie machen die das? Das wird doch wohl hoffentlich nicht von Kindern in dunklen Verließen genäht? — oh, oh! — Nein, das kann nicht sein. Wird bestimmt maschinell hergestellt! Ich recherchier jetzt lieber nicht!), was perfekt in den Wohn- und Essbereich passt.
  • Es ist vielseitig einsetzbar, kann im einen Moment Tischdecke sein und im Nächsten könnte ich ein Faschingsoutfit damit verfeinern.

Das Beste stellte sich aber erst im Einsatz heraus. Ich hatte bisher für die gemütliche Stimmung zusätzlich zu den tageslichtleuchtmittelbesetzten Esszimmerlampen, die ich dringend unter anderem zum Lesen brauche, noch eine Lichterkette und eine Stimmungsleuchte eingeschaltet. Durch das zurückgeworfene, nun gold strahlende Esszimmerlampenlicht ist das nicht mehr nötig.

Also Fazit: Ich spare Strom, genieße und bereue nichts!

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Im Goldrausch

Mal eben schnell dazugefügt. Und am Tage schnell wieder an einem anderen Platz verstaut. Ich liebe mobile Deko!

 

 

 

 

 

Mehr Transparenz für Fingernägel

Ja, auch ich besitze Nagellack. Ich bekenne mich schuldig!

Auf dem Foto seht ihr meinen Nagellackschatz.

Der älteste ist jetzt etwa 40 Jahre alt. Es war der erste, den ich mir gekauft habe. Transparent. Mit  transparentem Nagellack kann man nichts falsch machen. Er lässt die Nägel glänzen und gepflegt erscheinen. Man selbst hat das Gefühl eine erwachsene Frau zu sein, aber die Außenwelt bemerkt es nur, wenn sie gezielt darauf achtet. Das dachte ich damals. Mit 13.

Ich sah fasziniert zu, wie er von Tag zu Tag mehr von den Fingerspitzen aus abblätterte. Schließlich benutzte ich zum ersten Mal Nagellackentferner. Glücklicherweise wurde ich bei meiner Mutter fündig. Es stank unerträglich, quietschte und das Reiben mit dem benetzten Wattebausch ließ mir Schauer den Rücken herunterlaufen.

Jetzt, nach all den Jahren bewegt er sich ziemlich zähflüssig in seiner Flasche, aber er bewegt sich. Sehr langsam. Unglaublich aber wahr.

So etwa mit 15 startete ich wieder einen Versuch. Diesmal musste es ein weißer sein. „weiße Fußnägel auf sommer-gebräunten Füssen, das sieht toll aus.“ wusste meine Freundin. Das leuchtete ein!

Auch er fand ein sicheres Plätzchen in meiner Schublade für weibliche Notfälle.

Dann passierte laaange nichts mehr. Mein Umweltbewußtsein war erwacht. Und vor allem mein Selbstbewußtsein.

Vor etwa 10 Jahren wurde ich wieder angefixt.

Ich bekam eine trendige Modezeitschrift geschenkt.

Und ich musste zugeben: zu Weihnachten ein tiefroter Nagellack mit gold-rotem Glimmerlackfinish, das ist schon ein Highlight. Mein Mann war überrascht, und sehr angetörnt von diesem Wandel.

Ich erweiterte nach und nach mein Sortiment um signalrot („ein absolutes musthave“), eidottergelb (passte so unglaublich zu meinem neuen Pullover) und türkis-metallic (sah einfach cool aus).

Wenn ich mir meinen Bestand so anschaue, muss ich innerlich lächeln. Über mich.

Erfahrungsgemäß benutze ich es durchschnittlich 1 mal pro Jahr: Es hat sich schon als sehr nützlich erwiesen, z. B. um abgeschabten Lack auf Dekoglastellern wieder nachzubessern.

Ich liebe natürliche, gepflegte Hände. Ich bin eine ehrliche Haut. Ich halte gesunde Fingenägel für eine gute Rückschlussmöglichkeit auf den Gesundheitszustand meines Gegenübers und möchte mir nur ungern vorstellen, was so manche unter  funkelndem Nagellack versteckt.

Es ist ein Symbol für Untätigkeit und überflüssige Verunreinigung von Luft und Wasser. Und für unreflektierten Konsum.

Und es passt einfach nicht wirklich zu mir!

 

Nagellackreserven

Nagellackreserven

 

 

 

 

 

 

 

 

Lein trotzt der Dürre

Wie ihr wisst, teste ich seit 3 Jahren, welche essbare Kulturpflanzen ohne Düngung und Bewässerung am Ackerrand von Deckbergen wachsen.

Die erstaunlichste Pflanze ist für mich der Lein.

Innerhalb weniger Wochen, wuchs er vom Samenkorn zur Samenkapsel tragenden Pflanze heran. Außer einem ausgiebigen Regenguss am Tag seiner Pflanzung bekam er nichts von mir!

Aufgrund der extremen Trockenheit waren die schönen blauen Blüten so kurz am Blühen, dass ich nur einmal die Knospen ablichten konnte. Bei meinem nächsten Besuch galt es nur noch die Kapseln zu bewundern.

Nun freue ich mich auf meine ersten selbst produzierten Leinsamen. Vielleicht als Ei

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Fruchtender Lein

Ersatz im Kartoffelpuffer?