Workshop: Landart

Normalerweise ist Landart nur für den Moment.

Elemente aus der Natur werde ohne künstliche Hilfsmittel so miteinander arrangiert, dass sie einen neuen Kontext ergeben.

Meist werden diese Kunstwerke auf Zeit schon bald nach ihrer Fertigstellung von der Natur umarrangiert um bald wieder ganz in den Naturkreislauf zurückzufließen.

Indoor Landart, wie auf dem Foto, hält dagegen so lange man es zulässt.

Für den unwissenden Betrachter ist ein Zweig, der Pusteblumen trägt nicht ungewöhnliches.

Der Wissende fragt sich, wie die Pusteblumen des Löwenzahn an einen Zweig kommen, wie sie befestigt sind und warum die Fallschirmchen nicht wegfliegen.

Diese und andere Rätsel erkläre ich gern bei meinen Workshops.

 

Termine können wir ab sofort miteinander absprechen. Einfach per Email oder Telefonat.

Für Gruppen bis 5 Personen bei mir in der Brennnessellobby

für Gruppen von 10-25 Personen im Schulbiologiezentrum Burg in Hannover.

Kosten pro Teilnehmendem: 30 Euro

Dauer: 3 Stunden

 

 

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schwebende Pusteblumen

 

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anderer Hintergrund, andere Wirkung

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Indoor Landart: Kunstwerke für die Ewigkeit. Kunstwerke erschaffen ohne künstliche Hilfsmittel. Wie kommen die Pusteblumen an den Zweig?

Werteverständnis oder was ist Kunst?

Ob alte CD´s an der Wand schön oder schrottig sind, da gehen die Meinungen stark auseinander.

An einer Wand in meinem Wohnzimmer hängen 5 davon. Für mich sind sie eine Art irisierende Riesenpailletten, die zu einem Tuch mit irisierenden normalen Pailletten korrespondieren. Passend zu einem Buchstapel mit einem Buch über digitale Kunst, ebenfalls in irisierendem Hologrammpapierumschlag. Und einem Tablett mit Glasgefäßen mit Bastelflitter in blau-silber-grün Tönen.

Wenn die Sonne im Winter darauf scheint, wird in mir innerlich etwas angezündet.

Und auch im Sommer, wenn die Sonne nicht mehr so tief in den Raum hineinscheinen kann, reicht noch der kleinste Lichthauch um diese Wandkombination zum Leuchten zu bringen.

Sie bringt mich zum Nachdenken über gesellschaftliche Werte und sie lässt mich mit Gästen über diese Rauminstallation diskutieren.

Was ist Kunst?

Das ist Kunst!

 

 

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CD´s leuchten schon beim kleinsten Lichtstrahl

 

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Kunstbücher ergänzen optisch die Irisierenden Riesenpailletten (CD´s)

 

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Kleine Pailletten passen optisch zu den großen Pailletten (CD´s)

 

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verschiedene Glasgefäße mit Bastelglitter ergänzen das Ensemble

Workshop

 

Wo der Löwenzahn die Löckchen hat, …

…das zeige ich euch in diesem Workshop. Thema ist alles rund um den Löwenzahn.

Wir werden gemeinsam etwas Schönes und etwas Leckeres daraus herstellen und dabei über folgende Fragen nachdenken:

 

Warum sollte er durch einen Fürsten ausgerottet werden und welches politisch-finanzielle Kalkül stand dahinter?

Was kann man Leckeres aus den Teilen des Löwenzahns zaubern?

Welchen dekorativen Nutzen bietet er in Haus, Garten und Natur?

Wie groß ist sein Wert in Hinblick auf das Insektensterben, den Klimawandel, für unsere Gesundheit und vieles mehr?

 

 

Dauer des Workshops ca. 3 Stunden

Kosten pro Teilnehmendem 30 Euro (inklusive Testmahlzeit)

 

Termine könnt ihr ab jetzt mit mir machen, solange der Löwenzahn blüht (oder schon fürs nächste Jahr).

für Gruppen bis 5 Personen in der Brennnessellobby,

für Gruppen von 10 bis 25 Personen im Schulbiologiezentrum Burg in Hannover

 

Jetzt anmelden!

 

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Leckere Löwenzahnlöckchen in köstlicher Marinade – unbedingt mal probieren!

Versteckte vegane Ostereier

Bei Familienfeierlichkeiten haben es Veganer ja besonders schwer. Dieses Jahr gibt es eine Alternative in der Open hour der Brennnessellobby:

So kommen auch Veganer zu ihrer „Eiersuche“:

Versteckt werden u.a.

Oliven, Mandeln, Avocados, Weintrauben

Folgende Ideen für Probierhäppchen mit essbaren Wildpflanzen werde ich für euch am Ostersonntag, d. 21.4.2019 umsetzen:

3erlei Brennnesselvollkorndinkelmuffins ( süß mit Mandeln, herzhaft mit Olive-Oregano und Tomate-Avocado)

Weintrauben mit Traubenkirschenblüten

und Paprikaeier auf Tellerkraut

 

Teilzeit- und Schnupperveganer sind natürlich auch herzlich willkommen.

Wie immer um 11 Uhr in der Brennnessellobby!

 

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So sehen vegane Ostereier aus! Und es gibt noch mehr Varianten. Lasst euch überraschen bei der veganen Ostereiersuche in der Brennnessellobby…

 

 

Löwenzahnlöckchen

Das Löwenzahn gesund ist, das habt ihr ja sicherlich schon gehört. Aber wie und was man am Besten zubereitet, ist schon wieder ein anderes Problem.

Am morgigen „Sonntag in der Brennnessellobby“ könnt ihr die besten Teile davon probieren.

Als:

marinierte Löwenzahnlöckchen und als

strahlend gelbes Kiwitopping

warm und knusprig sind garantiert wieder die Käsekrustenbrennies

Also bis morgen um 11 Uhr. Aber halt. Noch ein Tipp für die Dekoqueens:

Bevor die Blüten des Löwenzahns zu Pusteblumen werden, kann man sie noch in eine fast ewig haltbare Trockenblume umwandeln. Auch das könnt ihr morgen anschauen und erfragen.

 

 

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Pusteblumenzweige für die Ewigkeit. Nur eine von vielen Verwendungsmöglichkeiten für den Löwenzahn

 

Brombeerblätterflauschzeit

Brombeerpflanzen sind in der Bevölkerung ähnlich verhasst, wie Brennnesseln. Die wilde Brombeere ist auch bei Gärtnern unbeliebt und wird gnadenlos verfolgt.

In meinem Garten hat sie daher Asyl gefunden, als sie von der ehemaligen Kuhweide nebenan bei mir in den Maschendrahtzaun kroch.

So langsam beginne ich diese Pflanze und ihre Wuchsgewohnheiten zu verstehen und auch wenn sie beim Ernten der leckeren Früchte versucht, mich mit ihren Dornenhaken festzuhalten, sind wir inzwischen Freunde geworden.

Was die wenigsten wissen, ist, dass auch ihre Blätter ein wertvolles Nahrungsmittel sind. Und jetzt im Frühling ist die allerbeste Zeit mit den Blättern zu experimentieren.

So lange sich die Blattbüschel aus den überwinterten Knospen schieben, sind sie noch frei von der Dornenleiste, die sich normalerweise auf der Blattunterseite befindet und sonst erst aufwändig herausgeschnitten werden muss.

Heute in der open Hour der Brennnessellobby könnt ihr sie probieren gemeinsam mit einer Kräutermischung in der Remoulade.

Bis später also im Agnes- Nordmeier- Weg 7 in Deckbergen!

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Waldmeistertrauben und Zeitumstellung

Heute wurde wieder auf die künstliche Sommerzeit umgestellt.

Für Frühaufsteher, wie mich, ist das der Horror. Es ist nicht nur der Klau einer Stunde, sondern es ist der Zurückwurf um Wochen.

Gestern noch konnte ich mit den ersten zarten Vogelrufen frühstücken und die Sonne deutete sich schon hinter dem Nesselberg an und heute? Dunkelheit und Stille!

Es ist jedes Jahr wieder dieser Schmerz der Unnötigkeit.

Aber trotz allem: um 11 Uhr kommen heute wieder Gäste zu mir, die sich auf meine Kostproben freuen.

Also los gekocht, gebacken und gerührt!

 

Es gibt heute

Brennnesselpizza,

Brombeerblätterhäppchen und

Die berühmten, von mir erfundenen, Waldmeistertrauben.

 

Bis später also im Agnes- Nordmeier- Weg 7 in Deckbergen!

 

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angewelkte Waldmeistertriebe

Blutpflaumenblüten mit Mandeln

Die Blutpflaume in meinem Garten blüht. Oder vielmehr, das was von ihr übrig ist. Denn vor einigen Jahren ist sie eigentlich gestorben. Aber eben nicht ganz. Ein paar Triebe leben noch, oder wieder, oder sind neu.

Diese Blüten sind Teil des heutigen Menüs in der Brennnessellobby, die von meinen Besuchern probiert werden können.

Heute präsentiere ich sie ganz puristisch, praktisch so wie sie vermutlich schon vor tausenden von Jahren verspeist wurden: als nahrhafter Snack mit unbehandelten Mandeln aus dem Wintervorrat.

Sozusagen „mundgemachtes“ Marzipan. Ja, dies ist eigentlich das Originalmarzipanrezept. Später wurde es für die Herrschenden versüßt und mit echten Blüten von Prunus- oder Rosengewächsen mit Rosenwasser parfümiert.

Die Nahrungsmittelindustrie beschränkt sich inzwischen ganz auf Zucker und Mandeln.

Für die Süßen unter uns werde ich noch selbst gekochten Zuckersirup zum Dippen dazustellen. Für die Herzhaften noch Salzmandeln backen.

Als Gemüserohkost gibt es heute Tomaten mit dem ersten Bärlauch Deckbergens.

Und das warme Gericht wird bestritten von Brennnessel-Lauch-Cremegemüse mit Backkartoffeln.

Ich hoffe, ich vergesse dabei nicht die Mandeln im Ofen, die im Gegensatz zu den Kartoffeln nur wenige Minuten im Ofen verbringen dürfen.

Na, ja, das werdet ihr ja dann um 11 Uhr im Agnes-Nordmeier-Weg 7 sehen 😉

 

 

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Blutpflaumenblüte 24.03.2019 06.01 Uhr Deckbergen, Agnes-Nordmeier-Weg 7

 

 

Grasfessende Pflanze

In meinem Garten soll sich die ehemalige Spielrasenfläche in eine „Paradieswiese“ verwandeln.

Seit 2012 darf sich die Wiese frei entwickeln. Ich biete ihr ab und zu Stauden an, aber außer Moschusmalven, Oregano, Pfefferminze, Mädesüß, Akelei, Mondviole, gemeines Leinkraut, Hornklee, Seifenkraut, pfirsichblättrige Glockenblume, Wunderlauch, Bärlauch,  Himmelsleiter, Baldrian und Zitronenmelisse hat sie bisher alles sofort verdaut.

Schuld daran sind Wühlmäuse, die sich sofort auf Schachbrettblumen, Wiesenschaumkraut und wilde Gladiolen stürzen, obwohl sie dort eigentlich gut wachsen müssten. Und Wiesenameisen, die immer gerade dort ihre Burgen bauen, wo ich Schlangenkopf, schwarze Königskerze und Monarde geplant hatte.

Und Gras. Das Gras verhindert, das ich einjährige Pflanzen aussäen kann, da es sofort auf freien Flächen die Regie übernimmt.

Aber für dieses Problem gibt es seit ein paar Jahren einen Hoffnungsschimmer: der von mir ausgesäte Winterportulak breitet sich langsam, von der Hauswand aus, aus. Wie eine grüne Walze „frißt“ er das Gras und in seinem Schutz wächst nun auch ausgesätes Gemüse, wie Rucola, Möhre und immerwährende Kresse, und einjährige Ringelblumen. Im Mai, wenn der einjährige Winterportulak abstirbt, sind sie stark genug und können nun, ohne von Gräsern bedrängt zu werden, wachsen.

Zusammen mit selbst einwandernden Pflanzen wie Gamanderehrenpreis, stinkendem Storchschnabel, Löwenzahn, Sternmiere, Spitzwegerich, Weißklee, Sauerampfer, Walderdbeere, Duftveilchen, Giersch, Schafgabe, Purpurnessel, Goldnessel, Brennnessel,

Scharbockskraut, roter Lichtnelke und Erdbeerfingerkraut bilden sie langsam so etwas wie die von mit erträumte „Paradieswiese“ in der es immer etwas zu beobachten und zu Ernten gibt.

Wenn ich die Pflanzenarten hier so aufzähle, sind es doch gar nicht so wenig. Vielleicht bin ich auch einfach mal wieder zu ungeduldig!

Und vielleicht muss ich mich auch einfach von einigen meiner Traumpflanzen verabschieden.

 

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Rucola und Möhre wachsen im Schutz des Winterportulaks

Gänseblümchen und Scharbockskraut

In der Veranstaltungsreihe „Sonntag in der Brennnessellobby“ geht es heute unter anderem um das Gänseblümchen.

Gänseblümchen gehören zu den wenigen essbaren Wildpflanzen, die in manchen Jahren durchgehend zur Verfügung stehen.

Es war außerdem das erste Wildkraut, das ich gegessen habe. Damals hatte ich massive Probleme mit den Bronchien, und las in einem Heilpflanzenbuch, dass man über Wochen 10 Gänseblümchenblüten pro Tag zu sich nehmen sollte.

Ich probierte also und fand sie geschmacklich äußerst unattraktiv. Und so etwas legen sich die Leute auf die Torte?

Eins war klar pur kriege ich das nicht täglich herunter. Also legte ich sie auf´s Leberwurstbrot. Und siehe da: es schmeckte, als hätte ich Leberwurst mit Pistazien draufgeschmiert!

Von da an experimentierte ich auch mit anderem Wildgemüse und wo das hinführte ist ja bekannt!

Heute wandern die Gänseblümchen in die schnellste Erbsensuppe der Welt.

Gemeinsam mit Feldsalat mit seinem Muskataroma  – ja, auch Feldsalat ist ein Wildkraut- und Scharbockskraut, das die Seeleute früher immer gegen die drohende Skorbut mit an Bord hatten.

Als Rohkosthappen habe ich mir Möhrenburger überlegt.

Und die Brennnesseln lande diesmal als geröstete Samen auf Kiwis.

 

Also bis später im Agnes-Nordmeier-Weg!

 

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Gänseblümchen als Blumenarrangement